ARGEkultur Salzburg

Die ARGEkultur führt als größtes unabhängiges Kulturzentrum Salzburgs zeitgenössische Kunst und Kultur in einzigartiger Weise zusammen. Sie agiert als Veranstalterin und Produzentin für zeitgenössische, innovative und gesellschaftskritische Kultur. Als Kommunikations- und Produktionsstätte – auch für zahlreiche Initiativen und Gruppen – positioniert sich die ARGEkultur als Treffpunkt und Arbeitsplatz für aktuelles kulturelles Schaffen in Salzburg.

Inhaltsverzeichnis

ARGEkultur Salzburg

Die ARGEkultur wird als Gemeinnützige GmbH betrieben (kaufmännische Geschäftsführerin: Daniela Gmachl, künstlerischer Geschäftsführer: Markus Grüner-Musil).

Jährlich finden in der ARGEkultur bis zu 350 Veranstaltungen (Eigen-, Ko- und Gastveranstaltungen) mit insgesamt rund 40.000 BesucherInnen statt. Dazu kommen zahlreiche Workshops, Kurse, Seminare und Proben. In einem dynamischen Hausnutzungskonzept bietet die ARGEkultur eine Plattform für Arbeits- und Vernetzungsmöglichkeiten für mehr als 20 permanente bzw. regelmäßige NutzerInnengruppen verschiedener Sparten (z. B. Radiofabrik, ARGEBeisl, texart, tanz_house, subnet, Südwind, Amnesty International Salzburg, zahlreiche Musikgruppen ...)

Geschichte

ARGEkultur

ARGE Rainberg

Die ARGEkultur nahm mit Demonstrationen und Aktionismus gegen die Salzburger Festspielkultur ihren Anfang. Im November 1981 konstituierte sich die aus ca. 50 Initiativen und Gruppen bestehende Protestbewegung zur ARGE Rainberg, deren Ziel es war, die Stadtväter zum Umbau der alten Sternbrauerei am Fuß des Rainbergs zu überreden. Dieses Gelände mit einer Nutzfläche von 24.000 Quadratmetern wollte man als selbstverwaltetes Kulturzentrum nutzen. Über einen Zeitraum von drei Jahren wurde in Verhandlungen mit den politischen Verantwortlichen versucht, Zusagen für dieses Rainberg-Projekt zu bekommen, jedoch ohne Erfolg.

Kulturgelände Nonntal

Breitere öffentliche Wahrnehmung erhielt die ARGE Rainberg Bewegung durch zwei Demos im Juni und Juli 1984. Als Ergebnis erhielt die ARGE Rainberg das Angebot, den HTL-Lehrbauhof im Nonntal für ihre Zwecke zu nutzen. Diese kleine Variante mit ca. 1.000 Quadratmetern Nutzfläche wurde in den folgenden Jahren baulich adaptiert und eröffnete 1987 seinen Betrieb als Kulturgelände Nonntal. Seit damals gilt die ARGEkultur als größtes autonom verwaltetes Kulturzentrum Westösterreichs.

ARGEkultur

Ende der Neunzigerjahre wurde das adaptierte Provisorium des früheren HTL-Lehrbauhofes in seiner beschränkten Nutzungsfähigkeit immer offensichtlicher. Die Infrastruktur, sowohl die räumliche als auch die technische, erwies sich als unzureichend, um eine Weiterentwicklung der ARGEkultur zu ermöglichen. Auch die sich ständig ändernden Anforderungen des Programms machten bald deutlich, dass ein Neubau dringend notwendig war.

Nach langen Verhandlungen beschloss der Salzburger Gemeinderat im Dezember 2003 endgültig die Finanzierung eines Neubaus. Anfang Oktober 2005 übersiedelte das „Kulturgelände Nonntal“ in den Neubau in der Ulrike-Gschwandtner-Straße 5. Mit dem Ortswechsel wurde namentlich aus dem Kulturgelände Nonntal die ARGEkultur. Der neue Standort im Unipark Nonntal liegt in unmittelbarer Nähe zum Jugendgästehaus JUFA Salzburg City, mehreren Schulen, der Berchtoldvilla, dem Sportzentrum Mitte und der Universität Salzburg.

2006 wurde das Gebäude der ARGEkultur im Zuge des Architekturpreises des Landes Salzburg mit einer Anerkennung geehrt.

Programm

ARGEkultur, Blick von Südwest
ARGEkultur Vorplatz

Die Kernaufgaben der Programmgestaltung bestehen darin, als Produzentin neues Kunst- und Kulturschaffen zu initiieren, als Veranstalterin im regionalen und überregionalen Kontext zu agieren sowie eine initiative und partizipative Rolle in Netzwerken einzunehmen. Die ARGEkultur erfüllt einen Kunst- und Kulturauftrag, wobei sie gegen Entwicklungen in Kultur und Politik, die im Widerspruch zu ihren Werten stehen, aktiv ist. Auswahl und Durchführung des Programms folgen den abgestuften Kriterien Innovation, Unterhaltung und Experiment. Als Anlaufstelle für Ideen und Konzepte und als Garantin für eine professionelle Umsetzung ist die ARGEkultur eine gefragte Partnerin für Kunst- und Kulturprojekte in Salzburg. Die Räumlichkeiten der ARGEkultur sind auch für Gastveranstaltungen nutzbar.

Kooperations- und VeranstaltungspartnerInnen der ARGEkultur sind u. a.: cieLaroque/helene weinzierl, die große n8musik, editta braun company, FH Salzburg - MMA, Fliegende Volksbühne Frankfurt, galerie5020, GARAGE X Theater Petersplatz, gold extra, jennycolombo.com, Klang21, Landestheater Salzburg, mica - music austria, Mousonturm Frankfurt, Musikum Salzburg, Musisches Gymnasium, oenm. oesterreichisches ensemble für neue musik, ÖH-Salzburg, Salzburg Biennale, Salzburger Tourneetheater, Salzburger VolksLiedWerk, Schmiede Hallein, StreetlifeMAD & daskunst, studio west, subnet, szene salzburg, Talk Together, tanz_house, tanzimpulse salzburg, Theater F.O.C.U.S.S., Theater Panoptikum, Theater WeGe, Tubeklub.

Künstlerisches Programm

  • Konzert
  • Kabarett / Kleinkunst
  • Theater
  • Tanz / Performance
  • Lesung
  • Medienkunst
  • DJ Culture
  • Party / Clubbing
  • Workshop / Kulturvermittlung
  • Diskussion / Lecture
  • Neue Musik

Workshops

Die Workshops in der ARGEkultur bedienen vor allem an Kunst, Kultur und Kreativität interessierte Menschen. Das vielseitige Angebot reicht beispielsweise von Jugendkultur-Workshops ("Culture Space") bis hin zu Trommelkursen.

Technische Daten

  • 2 Veranstaltungssäle (99 bis 450 Personen)
  • 2 Musikproberäume (im ursprünglichen Bestand)
  • 3 Musikproberäume (im neuen Bestand, seit 2010 nutzbar)
  • 1 Workshopraum
  • 1 Kurs- und Probenraum
  • 2 Produktionsbüros
  • 1 Seminarraum

Hausnetzwerk

In einem dynamischen Hausnutzungskonzept bietet die ARGEkultur eine Plattform für Arbeits- und Vernetzungsmöglichkeiten für mehr als 20 permanente bzw. regelmäßige Nutzergruppen verschiedener Sparten. Alle permanenten Nutzergruppen der ARGEkultur verfügen über eigens auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Räumlichkeiten. Dies geht z. B. von einem Sendestudio für die Radiofabrik bis zu einem speziell für Tanz adaptierten Produktionsraum für den Verein tanz_house. Entsprechend der Vision der ARGEkultur ist das Ziel der Gesamtarchitektur, die Flexibilität der Räumlichkeiten zu erhalten. Dadurch bleibt diese trotz diverser Anpassungen auch für andere und neue Nutzergruppen adaptierbar und verwendbar.

In der ARGEkultur arbeiten und produzieren permanent:

  • Amnesty International Österreich Gruppe 112 Salzburg
  • ARGE Beisl
  • ARGE Wehrdienstverweigerung und Zivildienstberatung
  • Krabbelstube des Vereins zur Kinderbetreuung durch Eltern und BetreuerInnen
  • Radiofabrik – Freier Rundfunk Salzburg auf 107,5 MHz
  • subnet – Salzburger Plattform für Medienkunst und experimentelle Technologien
  • Städtepartnerschaft Salzburg-Léon
  • Städtepartnerschaft Salzburg-Singida
  • Südwind – Verein für entwicklungspolitische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Verein tanz_house – Plattform Salzburger ChoreografInnen

Weblinks