Ackerlspitze

Ackerlspitze
Ackerlspitze (Mitte) und Maukspitze (rechts), gesehen aus Südwesten (Aufnahmestandort: Hartkaiser)

Ackerlspitze (Mitte) und Maukspitze (rechts), gesehen aus Südwesten (Aufnahmestandort: Hartkaiser)

Höhe 2329 m ü. A.
Lage Tirol, Österreich
Gebirge Kaisergebirge
Dominanz 3,4 km → Ellmauer Halt
Schartenhöhe 349 m ↓ Ellmauer Tor
Geographische Lage 47° 33′ 0″ N, 12° 20′ 0″ O47.5512.3333333333332329Koordinaten: 47° 33′ 0″ N, 12° 20′ 0″ O
Ackerlspitze (Tirol)
Ackerlspitze
Gestein Wettersteinkalk
Alter des Gesteins Ladinium - Unteres Karnium
Erstbesteigung 1. Oktober 1826 durch Peter Karl Thurwieser und Johann Carl mit Führer Stephan Unterrainer (touristisch)
Normalweg Nordflanke (I)

Die Ackerlspitze ist mit 2329 m ü. A. der zweithöchste Berg des Kaisergebirges im österreichischen Bundesland Tirol. Sie befindet sich im östlichen Teil des Gebirges, auch als Ostkaiser bezeichnet. Nach Osten schließt sich die Maukspitze (2231 m) an, nach Norden entsendet er einen Kamm, der im Lärcheck 2123 m Höhe erreicht. Im Südwesten führt ein markanter Felsgrat hinüber zur Regalmspitze (2253 m) und hinab zum Kleinen Törl. Nach Süden fällt die Ackerlspitze mit teilweise senkrechten Felsabstürzen ins Leukental ab, ähnlich steil im Nordwesten ins Griesner Kar und nach Nordosten ins Maukkar. Vom Gipfel der Ackerlspitze bietet sich an schönen Tagen ein reizvolles und umfassendes Panorama über die benachbarten Gebirgsgruppen bis hinaus zum Chiemsee und hinein zum Großvenediger.

Inhaltsverzeichnis

Touristische Erstbesteigung

Am 1. Oktober 1826 gelang Peter Karl Thurwieser mit Johann Carl - im Glauben es sei die höchste Erhebung des Kaisergebirges - die erste touristische Besteigung der Ackerlspitze. Sie wurden vom Jäger Stephan Unterrainer geführt, der zuvor schon mehrfach den Gipfel erstiegen hatte. Der Aufstieg erfolgte über das Niedersesselkar und den Ostgrat.

Stützpunkte und Routen

  • Von Süden

Stützpunkt für die klassische Besteigung der Ackerlspitze ist die Ackerlhütte (Selbstversorgung) auf 1460 Meter. Von hier aus in Richtung Norden zum Niedersesselkar (oft bis Mitte Juli befindet sich hier ein stark geneigtes, gefährliches Altschneefeld). Ab hier führt von der Südseite her ein teilweise mit Eisenstiften versehener Steig durch den Hochsessel weiter über den Ostgrat in 3 Stunden zum Gipfel. Laut Literatur ist dies eine leichte in der Schwierigkeitsskala mit UIAA I (Schlüsselstelle II) bezeichnete, aber ausgesetzte Tour mit Steinschlaggefahr, die trockene Verhältnisse, sowie Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und alpine Erfahrung erfordert. Talort für diesen Weg ist Going.

  • Von Norden

Eine wenig begangene Anstiegsmöglichkeit, die jedoch überaus lohnend und weniger anspruchsvoll als von der Südseite ist. Ausgangspunkt ist die Griesner Alm im Kaiserbachtal, von dort gelangt man auf serpentinenreichem Steig in gut 2 Stunden hinauf zur Fritz-Pflaum-Hütte (1.865 m, Selbstversorger). Ab dort in weiteren 2 Stunden durch die schattige Nordflanke auf die Ackerlspitze, diese Route ist etwas leichter, nicht so ausgesetzt und steinschlaggefährdet wie von Süden, allerdings wegen Altschneefeldern in der Regel erst ab Juli machbar.

  • Übergang Maukspitze

Wer die Ackerlspitze bestiegen hat, wird gerne den Übergang zur benachbarten Maukspitze in Augenschein nehmen. Dort hinüber führt eine bezeichnete, jedoch stark ausgesetzte Route mit nur wenigen Sicherungen und beachtlichem Gegenanstieg. Von der Maukspitze wird dann meistens über den relativ problemlosen Südwestgrat zum Niedersessel und zur Ackerlhütte abgestiegen.

Literatur und Karte

  • Horst Höfler, Jan Piepenstock: Kaisergebirge alpin. Alpenvereinsführer alpin für Wanderer und Bergsteiger (= Alpenvereinsführer). 12. Auflage. Bergverlag Rother, München 2006, ISBN 3-7633-1257-9.
  • Alpenvereinskarte 1:25.000, Kaisergebirge, Blatt 8.

Weblinks