Adlerdalmatica

Die Adlerdalmatica in der Wiener Schatzkammer
Detail zur Veranschaulichung der feinen Blumenrankenstruktur des Damasts der Adlerdalmatica

Adlerdalmatica wird ein mit Adlern bestickter Mantel genannt. Erstmals um 1350 erwähnt, wird diese Insigne zu den Krönungsgewändern der römisch-deutschen Kaiser gezählt. Dieser Mantel wird fälschlicherweise den Insignien Karls des Großen zugeschrieben. Albrecht Dürer stellte in einem Bild Karl den Großen in diesem Mantel dar. Die Adlerdalmatica wurde wahrscheinlich um 1300 aus chinesischem Stoff, Damast und schwarzer Seide gefertigt. Die Borten in Gold, mit dem jeweiligen Herrscherbildnis verziert, sind aus Damast und der Adler ist mit schwarzer Seide gestickt. Die Adleraugen sind aus Emaille. Zur Adlerdalmatica gehört eine Gugel, die aber bei einer Umlagerung von Nürnberg nach Wien verloren ging. Heute befindet sich dieser Mantel in der Schatzkammer in Wien.

Literatur

  • Hermann Fillitz: Die Insignien und Kleinodien des Heiligen Römischen Reiches. Wien 1954

Weblinks

 Commons: Eagle Dalmatic – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Adlerdalmatika, Das Heilige Römische Reich, Meisterwerke, Kunsthistorisches Museum Wien (KHM)