Air Alps

Air Alps
Das Logo der Air Alps
Eine Dornier 328-100 der Air Alps
IATA-Code: A6
ICAO-Code: LPV
Rufzeichen: AIR ALPS
Gründung: 1998
Sitz: Innsbruck, OsterreichÖsterreich Österreich[1]
Heimatflughafen: Bozen
Unternehmensform: Ges.m.b.H.
IATA-Prefixcode: 527
Mitarbeiterzahl: 190 (2004: 200 davon 110 Flugpersonal)
Fluggastaufkommen: 400.000 (1998 - 2002)
Flottenstärke: 3
Ziele: National und kontinental
BW

Air Alps, Eigenschreibweise airA!ps (zeitweise auch KLM Alps; rechtlich AAA-Air Alps Aviation), ist eine österreichische Regionalfluggesellschaft mit Sitz in Innsbruck und ein Tochterunternehmen der Welcome Air.[2] Am 13. Januar 2012 stellte Air Alps aufgrund einer drohenden Insolvenz den Flugbetrieb ein. Die Fluglizenz konnte erhalten bleiben und somit am 1. Februar 2012 der Flugbetrieb wieder aufgenommen werden.[3]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Air Alps wurde im Jahr 1998 durch Air Engiadina (49 %) und deren Manager Dietmar Leitgeb (51 %) als Air Alps Aviation Alpenländische Luftfahrt GmbH mit Sitz Igls/Innsbruck gründet und ging bald darauf ein Abkommen mit der niederländischen KLM ein, in dessen Folge sie kurzzeitig unter dem Namen KLM Alps auftrat und auch am Vielfliegerprogramm Flying Dutchman teilnahm. Der Flugbetrieb begann 1999 mit der Übernahme von zwei Dornier 328 als KLM-Franchisenehmer (KLM Alps) von Innsbruck bzw. Salzburg nach Amsterdam.

Im Jahr 2000 stießen drei weitere Dornier 328 zur Flotte und Air Alps konnte damit das Streckennetz um die Verbindungen Innsbruck – Wien und Amsterdam – Linz erweitern, bzw. einen ´Minihub´ in Klagenfurt eröffnen mit neuen Linien (jeweils über Salzburg) nach Hamburg, Köln und Amsterdam. Hamburg und Köln wurden aber bald wieder aufgegeben. Insgesamt flog Air Alps im Jahr 2000 mit 68 Flügen pro Woche von Österreich nach Amsterdam. Weiter wurde der Hauptsitz vom Flughafen in die Stadt verlegt, Dietmar Leitgeb übernahm die Anteile von Air Engiadina und es erfolgte eine Kapitalerhöhung auf 2 Mio. €.

Ab Winterflugplan 2000/2001 bestand mit Swissair (und später mit deren Nachfolgerin Swiss) ein Codeshare-Abkommen auf der neu eingerichteten Linie Klagenfurt-Zürich und der später in 2001 folgenden Linie Innsbruck – Zürich.

Zu Beginn 2001 wurde eine neue Uniform eingeführt und die Strecken Wien – Stuttgart bzw. die bereits erwähnte Innsbruck – Zürich eröffnet. Im Frühjahr musste mit einer 34 Mio. € Überschuldung, als siebtgrößte Pleite des Landes, der Ausgleich angemeldet werden.Im selben Jahr wurde die angeschlagene Fluggesellschaft durch einen Zusammenschluss von 28 Südtiroler Industrieller um dem Schinkenproduzenten Franz Senfter (86 % 26 Südtiroler Investoren, 7 % Provinz Südtirol und 7 % Land Tirol) von Dietmar Leitgeb übernommen, welcher als Air Alps CEO zurücktrat. Es erfolgte eine weitere Kapitalerhöhung auf 7 Mio. €. Der operative Name KLM Alps wurde fallen gelassen und der Betrieb unter dem Namen Air Alps Aviation und einer neuen Corporate Identity wieder aufgenommen. Die Zusammenarbeit mit Swissair/Swiss konnte nicht mehr aufrechterhalten werden und Air Alps musste im Herbst 2001 alle Flüge nach Zürich einstellen.

2002 wurde der ehemalige Alitalia und Alpi Eagles Manager Dr. Aldo Bevilacqua neuer CEO und es erfolgte eine Neuausrichtung der Fluglinie wobei nun Italien bzw. Südtirol im Zentrum stehen sollten. Es folgte die Eröffnung einer Basis in Bozen mit der Stationierung eines Flugzeuges und der geplanten Aufnahmen der Strecken nach Cagliari, Olbia, Neapel und Lamezia Terme in Zusammenarbeit mit Alitalia. Im Sommer 2002 startete eine Zusammenarbeit mit Austrian Airlines auf der Linie Wien nach Banja Luka und die Eröffnung eigener Routen von Wien bzw. München nach Siena und Olbia. Im Herbst folgten dann Linien von Rom nach Stuttgart und Bern. Mit der Übernahme einer sechsten Dornier 328 konnten der Ausbau des Netzes weiterverfolgt und die Linien Parma nach Rom und Olbia eröffnet werden. 2002 operierte Air Alps somit mit zwei Dornier 328 ex Innsbruck, zwei ex Salzburg, einer ex Linz und einer ex Bozen.

2003 führte die Fluglinie erneut eine neue Uniform ein und übernahm ein siebente Dornier 328 (OE-LKG) welche das Netzwerk weiter verstärkte. In Bern wurde eine neue Basis eingerichtet und die Linien Bern - Amsterdam und im Sommer auch Elba (ebenfalls ab Zürich) aufgenommen. Es folgten weitere Linien von Stuttgart nach Bologna und Lamezia Terme, von Bozen nach Lamezia Terme und Bozen über Rom nach Tortoli. Die Zusammenarbeit mit Alitalia wurde weiter vertieft und dafür war unter anderem geplant fünf weiter (zwei davon ehemalige Minerva) Dornier 328-110 zu übernehmen. Die Kooperation mit City Air auf der Route Berlin-TegelLinzSalzburg musste aber beendet werden.

Im Jahr 2003 erfolgte eine weiter Kapitalerhöhung auf diesmal 16 Mio. € und im Jahr 2004 startete die Linie Bozen - München in Zusammenarbeit mit Lufthansa. Es musste in diesem Jahr die Route Bologna - Lamezia Terme wieder eingestellt werden, dafür gab es aber Pläne eine Basis in Brescia einzurichten.

Die Passagierzahlen erhöhten sich kontinuierlich von anfangs 72.000 (1999) auf 180.000 (2000) bzw. 190.000 (2001) und erreichten im Jahr 2002 dann die Zahl 400.000.

Am 4. Juni 2009 wurde am Landesgericht Innsbruck ein Ausgleichsverfahren über Air Alps eröffnet.[4] Im Dezember desselben Jahres wurde Air Alps durch Welcome Air übernommen.[2]. Bei dieser Transaktion übernahm "Welcome Air" 76 Prozent bzw. verblieben die restlichen 24 Prozent in den Händen der Südtiroler Unternehmer, der Region Trentino-Südtirol und der Südtiroler Transportstrukturen AG (STA).[3]

Air Alps stellte infolge finanzieller Schwierigkeiten am 13. Jänner 2012 den gesamten Flugbetrieb bis auf Weiteres ein.[5] Welcome Air veranlasste des Weiteren die gesamte Air-Alps-Flotte nach Innsbruck zu überstellen. Der Flugbetrieb wurde aus „operativen Gründen“ abgesagt - so unter anderem die Flüge für Bozen, Rom, Mailand, Parma, und Salerno.[6] Am 1. Februar 2012 wurde der Flugbetrieb wieder aufgenommen, allerdings vorerst ohne Zusammenarbeit mit Alitalia und vorerst nur von Bozen zum Flughafen Rom-Fiumicino.[7]

Flugziele

Air Alps bot regelmäßige Linienflüge von Bozen und Parma zum Flughafen Rom-Fiumicino an. In den Sommermonaten wird auch Olbia auf Sardinien mit diesen beiden Städten verbunden.[8] Zudem werden Charterflüge zu Urlaubsdestinationen in und um Italien durchgeführt und die Flugzeuge auch für andere Fluggesellschaften, darunter beispielsweise Alitalia und Cirrus Airlines, eingesetzt.

Neben der Linie Bozen - Rom [3] betreibt Air Alps seit dem 1. April 2012 im Auftrag der Austrian Airlines insgesamt 33 mal pro Woche die Strecke Linz - Wien. [9]

Flotte

Mit Stand Februar 2012 besteht die Flotte der Air Alps aus drei Flugzeugen[10] des Typs Dornier 328-100.

Codesharing

Air Alps unterhält derzeit ein Codeshare-Abkommen mit Alitalia und Austrian Airlines, in der Vergangenheit bestanden weitere Vereinbarungen mit KLM, Swissair, Swiss, und City Air.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. "just get in contact with us!." Air Alps.
  2. a b airalps.at - Welcome Aviation Group hebt ab (.pdf) 22. Dezember 2009
  3. a b c http://money.oe24.at/Fluglinie-Air-Alps-darf-weiterfliegen/56163208 abgerufen am 14. Februar 2012
  4. LG Innsbruck, 7 Sa 2/09t - Ausgleichsverfahren
  5. tirol.orf.at - Finanzielle Probleme: Air Alps stellt Flugbetrieb ein 16. Januar 2012
  6. http://www.airliners.de/verkehr/netzwerkplanung/air-alps-wieder-in-der-luft/26300 abgerufen am 3. Februar 2012
  7. Air Alps fliegt wieder von Bozen nach Rom. nur-flug-tours.de (9. Februar 2012). Abgerufen am 19. März 2012.
  8. airalps.at - network abgerufen am 23. September 2011
  9. ORF News abgerufen am 2. Mai 2012
  10. CH-Aviation, abgerufen am 28. Februar 2012

Literatur

  • OAG Official Airline Guides
  • Jetstream - Schweizer Aviatikmagazine

Weblinks

 Commons: Air Alps – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien