Aistental

Aistental (DorfOrtschaft)
Aistental (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Linz-Land (LL), Oberösterreich
Gerichtsbezirk Linz-Land
Pol. Gemeinde Hörsching  (KG Neubau)
Koordinaten 48° 14′ 32″ N, 14° 11′ 27″ O48.24222222222214.190833333333291Koordinaten: 48° 14′ 32″ N, 14° 11′ 27″ O
Höhe 291 m ü. A.
Einwohner d. Ortsch. 112 (2001)
Gebäudestand 48 (2001)
Postleitzahl A-4063 Hörsching
Vorwahl +43/07221 (Hörsching)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 09837
Zählbezirk/Zählsprengel Hörsching-Fliegerhorst (41007 002)
Haltestelle der Westbahn Hörsching
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM

Aistental ist ein Ort in der Welser Heide nahe Linz in Oberösterreich, und Ortschaft der Gemeinden Hörsching und Pasching im Bezirk Linz-Land.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Vorlage:Infobox Gemeindeteil in Österreich/Wartung/Nebenbox

Aistental (Zerstreute HäuserOrtschaft)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Linz-Land (LL), Oberösterreich
Gerichtsbezirk Linz-Land
Pol. Gemeinde Pasching  (KG Pasching)
Koordinaten(K) 48° 14′ 59″ N, 14° 11′ 40″ O48.24972222222214.194305555556291
Höhe 291 m ü. A.
Einwohner d. Ortsch. 10 (2001)
Gebäudestand 9 (2001)
Postleitzahl A-4061 Pasching
Vorwahl +43/07221 (Hörsching)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 09956
Zählbezirk/Zählsprengel Pasching, Wagram (41017 000,001)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM;
(K) Koordinate nicht amtlich
f0

Das Dorf Aistental liegt 2 Kilometer nördlich von Traun, direkt zwischen Flughafen Linz und Westbahn (Österreich), an der L533 Flughafenstraße.

Die Ortschaft in beiden Gemeinden umfasst knapp 50 Gebäude mit etwa 120 Einwohnern, davon der Großteil in Hörsching, wo das Dorf liegt. Zum Ortschaftsgebiet gehört der alte Ortskern (ein paar Höfe), sowie die Häuser nördlich an der Westbahn-Haltestelle Hörsching bis an die L1227 Paschinger Straße, umfangreiches Gewerbegebiet, sowie das Gehöft Reisinger im Südosten, in Pasching liegen die beiden Gehöfte Dorn und Zeilmayr, und der Industriepark Aistental.

Durch der Ort fließt der Breitbrunner Bach, der von Thening her kommt und sich heute im Stadtgebiet Traun-Hart verliert, wo er ein die Traun mündet.

Nachbarortschaften
Thening (Gem. Kirchberg-Thening) Pasching (Gem. Pasching)
Niederfeld (Gem. Kirchberg-Thening)
Breitbrunn (Gem. Hörsching)
Nachbargemeinden Wagram (Gem. Pasching)
Flughafen Linz (Gem. Hörsching)
Hörsching
Lindenlach (Gem. Hörsching)

Geschichte

Wappen at pasching.png Wappen Paschings:
  • Oben ein silbernes Ochsenhorn mit Grind und Ohren, für den prähistorische Ochsenstraße und den Donaulimes
  • unten ein rot-silber gespaltenen Scheibe, für die Herren Aczpekh
  • ein goldener Schräglinksbalken, darin ein schwarzes Eisenbahngleis für Pferdeeisenbahn und Westbahn
  • Grüner Schild für Landwirtschaft und Aufbautätigkeit der Heimatvertriebenen

(Aufzählung folgte dem historischen Ablauf, heraldisch wird Schild vor Mitte, Oben und Unten blasoniert)

Bevölkerung und Gebäudestand [1]
(Hörschinger Teil)
Krld. Österreich ob der Enns
(Hzt. Österreich)
Bld. Oberösterreich
(Rep. Österr.)
1788 1834 1869 1951 1961 1971 1981 1991 2001
108 267 135 128 150 134 112
15 11 16 25 19 27 35 47 48
1951: Barackenlager 87/7

Rittergut und Dorf Aistental

Aistental ist schon 14. Jahrhundert erwähnt, hier war das Ritter- und Pflegergeschlecht Aczpekh angesiedelt, das sich auch in Thurnharting und anderorts in Oberösterreich findet. Das Wapper der Aczpekh hat eingang in das Gemeindewappen Paschings gefunden.

Bis in das 19. Jahrhundert war Aistental ein kleiner Weiler, mit drei stolzen Vierkantern – welche noch immer stehen – und einer Ortskapelle, umgeben von mehreren Einzellagen.[2]

Westbahn-Haltestelle Hörsching

1860 wurde hier von der seinerzeitigen k.k. privilegierte Kaiserin Elisabeth-Bahn die heutige Westbahn erbaut, und dazu die Trasse der 1835 von der k.k. privilegierten Ersten Eisenbahn-Gesellschaft erbauten Pferdeeisenbahn Budweis–Linz–Gmunden nördlich Aistertals verlegt. Anstatt der Umspannstation Neubau wurde die Haltestelle Hörsching eingerichtet.

Seither dehnte sich der Ort nach Norden aus, zuerst mit Ansiedlungen um die Bahnstation, dann auch mit umfangreichem Gewerbegebiet.

Flughafen und DP-Lager

März 1938 wurde auf dem Grünland direkt südlich der Fliegerhorst und die Kaserne (seit 1967 nach Walter Vogler benannt) von der Deutschen Wehrmacht als Kampffliegerschule erbaut. Dort lagen Potter-, Hirschberger- und Niederfeld, Häuser wurden dafür keine abgerissen.[2] Von alliierten Bombenangriffen blieb der Fliegerhorst weitgehend verschont.[3]
1945 wurde der Flughafen von der US Army besetzt. Nach dem Krieg befand sich in Hörsching ein DP-Lager, als Sammelstelle für die Kriegsgefangenen in Oberösterreich, die vom Flugplatz aus in ihre Heimat zurückgeflogen wurden.[4] Teile dieses Lagers befanden sich auch in Aistental. Später wurden hier Heimatvertriebene untergebracht, von denen sich viele im Raum Hörsching-Pasching niederliessen.

Dadurch liegt der Ort heute direkt an der Flughafenstraße (L533), dahinter liegen die Gebäude des zivilen Flughafens.

Einzelnachweise

  1.  Kurt Klein (Bearb.), Vienna Institute of Demography (VID) d. Österreichische Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Historisches Ortslexikon. Statistische Dokumentation zur Bevölkerungs- und Siedlungsgeschichte. Oberösterreich Teil 1, o.D. (aktual.), Oberösterreich, S. 131 (Onlinedokument, Erläuterungen. Suppl.; pdf).
    Spezielle Quellenangaben: 1788: Josephinisches Lagebuch 1786/90, OÖLA. · 1834: o.A. • 1869:  Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im österreichischen Reichsrat vertretenen Königreiche und Länder. 1871 ff. • 1951 und später:  Österreichisches Statistisches Zentralamt/Statistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis. (Ergebnisse der Volkszählungen).
  2. a b Siehe Urmappe des Franziszeischen Kataster 1817–1861 (Kartenlayer Historische Grenzen im DORIS-Kartenviewer)
  3. 28. Hörsching, Flughafen, In: Geschichtsorte, doris.ooe.gv.at (pdf, zum Kartenlayer im DORIS-Kartenviewer)
  4. Anton Korepp: Willkommen in Hörsching. In: Verein Regionalforum Linz / Linz-Land 2008: Linz-Land … allerhand!, abgerufen 28. Sept. 2012.
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