Albin Swoboda

Albin Swoboda (* 13. November 1836 in Neustrelitz; † 5. August 1901 in Oberlößnitz) war ein österreichischer Sänger und Schauspieler.

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Leben

Swoboda stammte aus einer Schauspielerfamilie, sein Vater war der Schauspieler und spätere Opernsänger Josef Swoboda (1806–1882). Albin kam 1848 nach Wien. Gegen den Willen des Vaters ging er ans Theater in der Josefstadt, danach nach Krakau, Salzburg und Linz. Er trat mit komischen Gesangsrollen als Tenor hervor. 1857 engagierte ihn Johann Nestroy ans Carltheater, wo er in Volksstücken großen Erfolg hatte. 1859 wechselte er an das Theater an der Wien und spielte in Operetten und Singspielen. 1874 wirkte er kurze Zeit in der künstlerischen Leitung des Ringtheaters in Wien, später am Deutschen Theater in Budapest.

Nach finanziellen Schwierigkeiten und einigen Zwischenstationen ging er 1881 an das Dresdner Hoftheater, wo er in der Folgezeit nur noch als Schauspieler agierte.

Swoboda war zweimal verheiratet, erst mit der Wiener Operetten-Interpretin Friederike Fischer (1844–1898), von der er geschieden wurde und die 1898 in Dresden verstarb, in zweiter Ehe mit der Schauspielerin Gretchen Swoboda (1872–1921).[1] Aus erster Ehe stammte der in Dresden geborene Sohn Albin Swoboda Jr. (1883–1970), ein Bass-Bariton.

Swoboda verstarb 1901 in Oberlößnitz und wurde auf dem Alten Katholischen Friedhof in Dresden beigesetzt.[2]

Ehrung

Im Jahr 1955 benannte man die Swobodagasse in Wien-Hietzing nach ihm.

Literatur

  • Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien Bd. 5. Kremayr & Scheriau, Wien 1997

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Swoboda Albin
  2. Todtenschau. In: Dresdner Geschichtsblätter, Nr. 2, 1902, S. 100.