Albrecht Konecny

Albrecht Karl Konecny (* 20. September 1942 in Wien) ist ein österreichischer Politiker (SPÖ). Konecny war Abgeordneter zum Nationalrat, Abgeordneter zum Europäischen Parlament und von 1987 bis 2010 Mitglied des Bundesrates.

Inhaltsverzeichnis

Ausbildung und Beruf

Konecny besuchte von 1948 bis 1952 die Volksschule und danach ab 1952 das Gymnasium. Nach der Matura 1960 studierte Konecny zwei Jahre lang Rechtswissenschaften und wurde Mitglied im Verband Sozialistischer Studenten Österreichs (VSStÖ). Er war 1962 bis 1966 Redakteur der Sozialistischen Korrespondenz und leistete zwischen 1967 und 1968 seinen Präsenzdienst ab. Zwischen 1966 und 1970 war Konecny Pressereferent des Klubs der Sozialistischen Abgeordneten. Er arbeitete anschließend im Institut für empirische Sozialforschung (IFES), dessen Generalsekretär er wurde.

Albrecht Konecny gab von 1979 bis 1986 die Neue Arbeiter Zeitung heraus, deren Geschäftsführer er in dieser Zeit auch war. Von 1986 bis ins Jahr 2000 war er dann Geschäftsführer der Zukunft-Verlagsgesellschaft, die mit ihm als Chefredakteur die Zukunft herausbrachte.

Politik

Konecny war zwischen dem 1. Juni 1983 und dem 16. Dezember 1986 Abgeordneter zum Nationalrat. Er ist seit 29. Jänner 1987 Mitglied des Bundesrates und war zwischen dem 11. Juli 1995 und dem 11. November 1996 zudem Abgeordneter zum Europäischen Parlament. 1996 wurde Konecny Vorsitzender der Bundesratsfraktion der SPÖ, zuvor war er bereits Stellvertretender Klubvorsitzender der Sozialdemokratischen Parlamentsfraktion gewesen. Des Weiteren war Konecny zwischen 1990 und 1995 Ersatzmitglied der österreichischen Delegation zur Parlamentarischen Versammlung des Europarates und zwischen 2003 und 2005 Mitglied des Österreich-Konvents. Seit 2007 ist Konecny auch Mitglied der österreichischen Delegation zur Parlamentarischen Versammlung des Europarates.

Albrecht Konecny ist seit 1974 Mitglied des Bundesparteivorstandes der SPÖ. Er war zwischen 1974 und 1980 Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Junge Generation und hat seit 1980 die Funktion des stellvertretenden Bezirksparteivorsitzenden der SPÖ Währing inne.

Mit 24. Oktober 2010 schied Albrecht aus dem Bundesrat aus.

Angriff auf Konecny 2012

Konecny nahm teil an einer Gegendemonstration zum Wiener Korporationsball 2012. Auf dem Heimweg wurde er mit einem Schlagring niedergeschlagen und verletzt, laut eigener Aussage von „einem aus der Glatzen-Szene“.[1] In einem rechtsextremen Internetforum wurde der Angriff auf die „rote alte Sau“ gefeiert, ein Forumsteilnehmer bekannte, den Täter zu kennen.[2] Die FPÖ, unter anderem Parteichef Heinz-Christian Strache selbst,[3] äußerte in Folge mehrfach, dass Konecny irrtümlich von linken Demonstranten niedergeschlagen worden sei, die ihn für einen Burschenschafter und Ballbesucher gehalten hätten. Einen Monat nach dem Ball betitelte der Wiener FPÖ-Landesparteisekretär Hans-Jörg Jenewein eine Presseaussendung „Ex-SPÖ-Mandatar in Wahrheit Opfer der roten Stiefel-Truppen“, begründet durch die Aussage Innenministerin Mikl-Leitner hat im Bundesrat klargestellt, dass es keine Attacken von Ballbesuchern oder deren Sympathisanten gegeben hat.“[4] Die Originalaussage von Mikl-Leitner im Bundesrat lautete in Beantwortung einer entsprechenden Anfrage: „Nein, es waren keine Ballbesucher unter den Festgenommenen.“[5]

Auszeichnungen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Strache auf WKR-Ball: "Wir sind die neuen Juden". derStandard.at, 29. Januar 2012, abgerufen am 25. März 2012.
  2. Konecny, alte rote Sau. Ball mit Nazi, Gewalt und das „Pogrom“- Video. stopptdierechten.at, 1. Februar 2012, abgerufen am 25. März 2012: „Nein ich wars diesmal nicht, aber weiß wers war... Gut getroffen hat er. Der Konecny hat gspritzt wie die Sau.“
  3. Katharina Schmidt: "Kanzler-like war das nicht". Heinz-Christian Strache sorgt mit Posting zu Konecny-Attacke für Aufregung. www.wienerzeitung.at, 9. Februar 2012, abgerufen am 25. März 2012.
  4. Hans-Jörg Jenewein: FP-Jenewein: Ex-SPÖ-Mandatar in Wahrheit Opfer der roten Stiefel-Truppen. FPÖ Wien, 29. Februar 2012, abgerufen am 25. März 2012.
  5. Stenographisches Protokoll: 804. Sitzung des Bundesrates der Republik Österreich. Parlamentsdirektion der Republik Österreich, 2. Februar 2012, S. 132, abgerufen am 25. März 2012.
  6. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952