Albrecht von Albrechtsburg

Wappen Albrecht von Albrechtsburg 1673

Die Familie Albrecht von Albrechtsburg ist ein ursprünglich schwäbisches, in den rittermäßigen Reichsadelstand, sodann in den erbländisch-österreichischen Ritterstand erhobenes Adelsgeschlecht.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Konrad Albrecht, Bürgermeister von Neuburg an der Kamlach[1], erhielt am 10. Mai 1625 von Ferdinand II. den rittermäßigen Reichsadelstand.[2]

Konrad Albrecht hatte zwei Söhne, und zwar Peter und Konrad. Peter folgte seinem Vater im Bürgermeisteramt zu Neuburg und hinterließ den Sohn Johann Konrad. Der zweite Sohn, Konrad, war promovierter Jurist und Advokat bei der Landeshauptmannschaft zu Linz und hatte den Sohn Johann Ignaz. Diese zwei Vetter Johann Konrad, der niederösterreichischen Landschaft bestellter Buchhalter und lizenzierter Jurist, später niederösterreichischer Syndikus sowie Johann Ignaz, promovierter Jurist und Gerichtsadvokat in Wien, nachmals Kaiserlicher Rat und Geheimer Sekretär bei der Hofkanzlei, erhielten am 27. Januar 1673 in Wien die Bestätigung des ihrem Großvater erteilten Adelstandes sowie das Prädikat „von Albrechtsburg“ und eine Wappenbesserung. Johann Konrad starb zu Wien am 13. April 1696 im Alter von 68 Jahren als niederösterreichischer Syndikus.Er war unter anderem Besitzer des Gutes Freysegg bei (nun in) Stockerau und kaufte 1688 das Belvedereschlössl.[3]

Johann Ignaz ließ gegen Ende des 17. Jahrhunderts in Wien das Palais Albrechtsburg erbauen das Johann Bernhard Fischer von Erlach zugeschrieben wird. Er erwarb den Niederösterreichischen Ritterstand am 29. Dezember 1702. Seinen Söhnen Franz Ignaz, Niederösterreichischer Regierungsrat, und Johann Jordan Albrecht von Albrechtsburg, Oberösterreichischer Landrat, nachmaliger Reichshofrat, wurde am 16. Juni 1707 auch der Oberösterreichische Ritterstand verliehen.[4] Eine Enkelin Maria Anna Johanna Sabina (* 26. Oktober 1752 in Wien; † 27. April ebenda, begraben in St. Veit), Tochter des Johann Raimund und der Maria Anna Klara von Horneck. heiratete Johann Baptist von Waldstätten. Das Paar hatte acht Kinder.[3]

Wappen

1625: In Blau ein goldener Spickel, begleitet von zwei goldenen Kleeblättern an ihren Stengeln. Gekrönter Turnierhelm mit gold-blauen Decken und vier goldenen und blauen Straußfedern.

1673: Geviert mit dem alten Wappen von 1625 als Herzschild. 1. in Blau eine goldene Strahlensonne. 2. in Gold einwärts gegen die Sonne fliegend ein gekrönter Adler. 3. In Gold auf einer goldenen königlichen Krone zwei blaue und zwei goldene Straußfedern, welche ein Windgott aus dem rechten Oberwinkel niederbläst. 4. in Blau auf einem Hügel eine viereckige Burg mit einer kleinen Vorpforte, sieben Fenstern, rotem Dach, darauf zwei viereckige kleine Türme. Zwei gekrönte Turnierhelme mit blau-goldenen — schwarz-goldene Decken. Rechts der alte Helm mit den vier goldenen und blauen Straußfedern. Links ein schwarzer gekrönter Adler.[5]

Einzelnachweise

  1. http://www.datenmatrix.de › Bayern › Schwaben › Günzburg
  2. Am 27. Januar 1673 vidim. Diplomauszug im Adelsarchiv Wien
  3. a b Doerr, August von: „Die Hayek von Waldstätten“, in Jahrbuch der Gesell. „Adler“ 1924, Bd. 24, S. 151 f.
  4. http://www.coresno.com/adelslexikon.html - Österreich
  5. August v. Doerr: Die Hayek von Waldstätten, Separatabdruck aus dem Jahrbuch der kais. kön. heraldischen Gesellschaft „Adler", Buchdruckerei Carl Gerold's Sohn, Wien 1914, S. 19 f.

Literatur

  • August v. Doerr: Die Hayek von Waldstätten, Separatabdruck aus dem Jahrbuch der kais. kön. heraldischen Gesellschaft „Adler", Buchdruckerei Carl Gerold's Sohn, Wien 1914
  • Waldstätten, Alfred, Dr.: „Beiträge zur Genealogie der Familie Waldstätten und verwandter Familien“, in Zeitschrift der Gesell. „Adler“ 2002, S. 296-308 u. 365-371.
  • GHdA-Adelslexikon Bd. 17 (144), 2008, S. 8.

Weblinks

 Commons: Albrecht von Albrechtsburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien