Alcaini (Adelsgeschlecht)

Wappen der Grafen von Alcaini

Die Grafen von Alcaini sind ein altes, ursprünglich aus dem Venetianischen stammendes, später in Österreich heimisches Adelsgeschlecht.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Ein Zweig des italienischen Adelsgeschlechts kam im 18. Jahrhundert nach Österreich und erlangte den Reichsgrafenstand. Am 17. September 1798 erhielt der Feldmarschalleutnant Johann Baptist Reichsgraf von Alcaini zu Klagenfurt das Inkolat im Herrenstande für das Herzogtum Kärnten.[1]

Der österreichische Grafenstand wurde dessen Sohn Cajetan zu Baden bei Wien am 30. Juni 1829 sowie dem Diplom zu Wien vom 6. Juli des Jahres bestätigt.[2]

Von den drei Söhnen des Johann setzte nur Cajetan den Stamm fort.

Persönlichkeiten

  • Johann Baptist Reichsgraf von Alcaini (* 18. August 1748 in Venedig; † 9. Oktober 1799 in Mailand) war ein österreichischer Offizier (Feldmarschalleutnant), Teilnehmer an den Belagerungen von Belgrad und Czettin 1788 und an der Schlacht von Tortona 1799, wobei er wenige Tage danach seinen dort erhaltenen schweren Verletzungen erlag.
  • Cajetan Reichsgraf von Alcaini (* 16. Mai 1792 in; † 18. August 1854 in Wien) war Herr und Landstand in Kärnten sowie Oberst, bis 1851 Kommandant des Mazzuchelli Infanterieregiments Nr. 10. Er vermählte sich am 3. Februar 1831 mit Luise Isabelle von Herz (* 7. Oktober 1803).

Er schrieb das Buch „Biographie des Wesirs Ali-Pascha von Janina“ (1823).[4]

Wappen

Im silbernen Schilde auf grünem Boden ein grüner Baum, an welcher zu jeder Seite ein schwarzer Hund einwärtsgekehrt springt. Den Schild bedeckt die Grafenkrone.[1]

Literatur

  • Prof. Dr. Ernst Heinrich Kneschke: „Deutsche Grafenhäuser der Gegenwart: in heraldischer, historischer und genealogischer Beziehung“, 3. Band A-Z, Verlag T. O. Weigel, Leipzig 1854
  • Walter von Hueck (Hg.): "Adelslexikon" - Stiftung Deutsches Adelsarchiv /GHdA), bearbeitet unter Aufsicht des Deutschen Adelsrechtsausschusses, Band 1 (53), C. A. Starke Verlag, Limburg an der Lahn 1972
  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Verlag Justus Perthes, Gotha 1842 bis 1891

Einzelnachweise

  1. a b Prof. Dr. Ernst Heinrich Kneschke: „Deutsche Grafenhäuser der Gegenwart: in heraldischer, historischer und genealogischer Beziehung“, 3. Band A-Z, Verlag T. O. Weigel, Leipzig 1854, S. 1 f.
  2. GHdA - Adelslexikon Band 1 (53), 1972, Seite 45
  3. www.catholic-hierarchy.org/bishop/balcaini.html
  4. http://www.books.google.de/books?id=Jd45AAAAcAAJ