Alexander Bittner

Alexander Bittner (* 6. März 1850 in Friedland, Böhmen; † 31. März 1902 in Wien) war ein österreichischer Geologe und Paläontologe.

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Leben und Wirken

Alexander Bittner, der Sohn eines Kaufmannes, besuchte das Gymnasium in Jičín und Prag. Sein Großonkel väterlicherseits war der Prager Astronom Adam Bittner.[1] Nach dem Studium an der Universität Wien war er ab 1873 Assistent von Eduard Suess, wo er auch geologische Forschungsreisen nach Italien und Griechenland unternahm. Im Jahr 1881 promovierte Bittner an der Wiener Universität zum Dr. Phil. Ab dem Jahr 1897 war der seit 1877 tätige Aufnahmegeologe Chef der k.k. geologische Reichsanstalt in Wien. Seine Verdienste liegen in den Arbeiten über die Alpengeologie sowie in der Paläontologie.

Bittner war auch ein sehr guter Zeichner, so sind von ihm zahlreiche detailgetreue Skizzen über Gebäudeschäden an Bauwerken nach dem Erdbeben im Jahr 1873 in Norditalien.[2]

Bittner, der an Asthma litt, blieb unverheiratet. Er starb am 31. März 1902 an einer Lungenlähmung. Bestattet wurde er am Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 27 B, Reihe 2, Grab 63). Das Grab, welches lange verfiel, wurde im Jahr 1984 von der Stadt Wien auf Anregung Richard Leins wieder instand gesetzt.

Seine berufliche Laufbahn stand stets unter dem Eindruck des Streits mit Mojsisovics, mit dem er bei zahlreichen Aufnahmen gemeinsam unterwegs war, über die Gliederung der Alpine Trias. Ein nicht mehr veröffentlichtes Manuskript lässt aber auch darauf schließen, dass es sich auch um einen persönlichen Konflikt handeln könnte und nicht nur um die reine sachliche Ebene.[2]

Werke

  • Geologische Abhandlungen über die nördlichen und südlichen Kalkalpen, das Küstenland etc.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Werner Quensted: Bittner, Alexander. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 2, Duncker & Humblot, Berlin 1955, S. 281 f. (Digitalisat).
  2. a b Ein Nachtrag zum 100. Todestag S. 9

Weblinks