Alfons-Petzold-Hof

Wappen der Stadt Wien Alfons-Petzold-Hof
Gemeindebau in Wien
Alfons-Petzold-Hof
Lage
Adresse: Lorystraße 36–38
Bezirk: Simmering
Koordinaten: 48° 10′ 22″ N, 16° 24′ 43″ O48.17277777777816.411944444444Koordinaten: 48° 10′ 22″ N, 16° 24′ 43″ O
Architektur und Kunst
Bauzeit: 1923–1924
Wohnungen: 95 in 7 Stiegen
Architekt: Adolf Stöckl
Benannt nach: Alfons Petzold
Kulturgüterkataster der Stadt Wien
Alfons-Petzold-Hof im digitalen Kulturgüterkataster der Stadt Wien (PDF-Datei)

Der Alfons-Petzold-Hof ist ein Gemeindebau in der Lorystraße 36–38 im 11. Wiener Gemeindebezirk Simmering.

Gedenktafel in der Lorystraße

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Im Roten Wien der Zwischenkriegszeit entstanden zahlreiche kommunale Wohnbauten, vor allem in den von vielen Arbeitern bewohnten Außenbezirken Favoriten und Simmering. In der Zeit von 1923 bis 1926 wurden rund um den Simmeringer Herderplatz und den 1930 eröffneten Herderpark insgesamt sechs Gemeindebauten errichtet. Neben dem Alfons-Petzold-Hof waren dies die Wohnanlagen Widholzhof, Dr.-Franz-Klein-Hof, Friedrich-Engels-Hof, Josef-Scheu-Hof und der benachbarte Karl-Höger-Hof.

Der Alfons-Petzold-Hof wurde von 1923 bis 1924 nach Entwürfen des Architekten Adolf Stöckl errichtet. Als erster Simmeringer und einer der ersten Wiener Gemeindebauten verfügte er ursprünglich unter anderem über eine Badeanlage, einen Kinderaufenthaltsraum und mehrere Werkstätten. Von 2005 bis 2007 wurde er saniert, wobei unter anderem die Fenster und Türen erneuert wurden und ein Anschluss an die Fernwärme erfolgte. Die Wohnhausanlage ist nach dem Arbeiterdichter Alfons Petzold benannt.

Architektur und Gestaltung

Die denkmalgeschützte Wohnanlage umfasst sieben Stiegenhäuser mit 95 Wohnungen und wird von der Lorystraße, Hakelgasse und dem Herderplatz begrenzt. Die westliche Hälfte des Häuserblocks wird von einer 1919 errichteten Bundesrealschule eingenommen.

Die Fassade ist zweifärbig verputzt und enthält kleine Putzornamente. Weitere interessante gestalterische Elemente sind polygonale Erkerfenster, gegiebelte Eingangsrisalite und eine abwechslungsreiche Dachsilhouette. Neben einem Hauseingang in der Lorystraße befindet sich eine Gedenktafel, die an die Familie Duschner erinnert, die 1938 von den Nationalsozialisten aus dem Haus vertrieben wurde.

Literatur

  • Hans und Rudolf Hautmann: Die Gemeindebauten des Roten Wien 1919-1934, Wien 1980

Weblinks