Alfred Treiber

Alfred Treiber (* 1944 in Wien) ist ein österreichischer Hörfunkjournalist. Von 1995 bis zum 30. Juni 2010 war er Programmchef von Ö1.

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Leben

Treiber betätigte sich bereits während seiner Gymnasialzeit journalistisch bei einer katholischen Schülerzeitung. Nach der Matura studierte er Germanistik, Philosophie, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaften an der Universität Wien und trat noch während der Studienzeit in die Redaktion der „Furche“ ein. Dort habe er nach eigenen Angaben den ehemaligen Schreibtisch Friedrich Heers bezogen[1].

1966 kam er schließlich zum ORF, wo er ein Jahr später Teil der von Gerd Bacher ins Leben gerufenen „Jugendredaktion“ war. Im neu gegründeten Spartensender Ö3 arbeitete er für Sendungen wie „Die Musicbox“ oder „Talente und Tendenzen“. Treiber gilt zusammen mit Richard Goll als „österreichischer Erfinder“ des Radio-Features. Einige seiner Arbeiten erlangten internationale Aufmerksamkeit und wurden mit Preisen ausgezeichnet, wie z. B. Der Sonnenzug (1978, gemeinsam mit Richard Goll) oder Ein treuer Diener seines Herrn und der Herr (1982, gemeinsam mit Reinhard Schlögl).

Im Rahmen eines UNESCO-Projekts war Treiber in den 1970er-Jahren Aufbauhelfer des Hörfunks in Afghanistan. Über diese Tätigkeit gestaltete er mehrere Features. 1987 wurde er Leiter der damals neu geschaffenen „Hauptabteilung Literatur und Feature“ und 1995 schließlich Programmchef von Ö1.

Auszeichnungen

Im Jahr 2011 wurde er der Journalist des Jahres 2011. Er bekam diese Auszeichnung für sein Lebenswerk.[2]

Schriften

  • Ö1 gehört gehört. Die kommentierte Erfolgsgeschichte eines Radiosenders. Wien: Böhlau, 2007. ISBN 978-3-205-77495-2

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://oe1.orf.at/highlights/109211.html
  2. Österreichs Journalisten des Jahres gekürt im ORF abgerufen am 23. Februar 2011