Alfred von Keßler

Alfred August Ludwig Gottfried Keßler, seit 1882 von Keßler (* 13. Januar 1833 in Luxemburg; † 10. August 1907 in Bullay) war ein preußischer Offizier, zuletzt General der Infanterie.

Leben

Keßlers Vorfahren kamen Ende des 17. Jahrhunderts aus der Pfalz nach dem Saalkreis im Herzogtum Magdeburg. Er war der Sohn des preußischen Oberstleutnant Johann Friedrich August Keßler (1806-1878) und dessen Ehefrau Luise Emilie Karoline, geborene Brée (1814-1841).

Keßler besuchte die Garnisonschule und das Gymnasium zu Trier sowie anschließend die Kadettenanstalten in Bensberg und Berlin. Am 26. April 1851 trat er dann als Sekondeleutnant in die 2. Ingenieur-Inspektion der Preußischen Armee ein. Bereits wenige Tage später erfolgte sein Versetzung zur 8. Pionierabteilung. Jahre später wurde er als Abteilungschef im Großen Generalstab im Rang eines Generalmajors am 27. Mai 1882 in Potsdam in den preußischen Adelsstand erhoben. Am 15. Mai 1886 beauftragte man Keßler zunächst mit der Führung der 28. Division, beförderte ihn am 18. September zum Generalleutnant und ernannte ihn am 4. Dezember 1886 zum Divisionskommandeur. Von diesem Posten wurde Keßler dann am 23. März 1890 enthoben und anschließend zum Generalinspekteur des Militär-Erziehungs- und Bildungswesens ernannt. Zeitgleich fungierte er ab 28. April 1891 auch als ständiges Mitglied der Landes-Verteidigungskommission. Als General der Infanterie (seit 20. September 1890) wurde Keßler am 20. Januar 1898 mit Pension zur Disposition und gleichzeitig à la suite des Kadettenkorps gestellt.

Für seine umfangreichen Verdienste erhielt Keßler u.a. am 20. August 1889 den Kronenorden I. Klasse sowie am 8. September 1893 das Großkreuz des Roten Adlerordens mit Eichenlaub.

Keßler heiratete am 19. Mai 1860 in Koblenz Marie, geborene Werner (* 1837). Beide lebten in Bullay. Aus der Ehe gingen sechs Kinder hervor, darunter der deutsche Militär und Diplomat Friedrich von Keßler (1875–1933).

Literatur