Alois Bauer (1845–1928)

Alois Bauer (* 6. Juli 1845 in Podseditz; † 3. Januar 1928 ebenda) war ein österreichischer Gutsbesitzer und Politiker.

Leben

Bauer wuchs in Podseditz auf und besuchte das Gymnasium in Prag, welches er im Frühjahr 1865 mit der Matura abschloss. Danach immatrikulierte er sich an der Universität in Prag und studierte Rechtswissenschaft. In dieser Zeit wurde er Mitglied des Corps Austria.[1] 1868 wechselte er studienhalber nach Graz und legte dort sein Staatsexamen ab. 1870 war er Gerichtsreferendar am Kreisgericht in Leitmeritz und danach Doktorand in Graz, wo er 1872 zum Dr. iur. promovierte. Danach kehrte er nach Podseditz zurück und übernahm 1879 die Leitung des dortigen Guts seiner Familie.

Im März 1891 wurde er als Abgeordneter in das Abgeordnetenhaus des österreichischen Reichsrats gewählt, wo er der liberalen Partei angehörte. Bauer war außerdem Mitglied des österreichischen Landwirtschafts- und Staatseisenbahnrats. 1908 wurde er zum Vizepräsidenten der deutschen Sektion des Landeskulturrats für Böhmen gewählt[2] und zuletzt 1915 wiedergewählt.[3] Für seine politischen Tätigkeiten wurde er mit dem Ritterkreuz des Franz-Joseph-Ordens ausgezeichnet.

Literatur

  • Josef Neuwirth: In memoriam! AH Dr. Alois Bauer, in: Corps-Zeitung der Austria, Nr. 34, November/Dezember 1927, S. 1.

Einzelnachweise

  1. Otto Gerlach (Hrg.): Kösener Corps-Listen 1930, Frankfurt am Main 1930, Corps Nr. 30, lfd. Nr. 47.
  2. Bericht in der Prager Tageszeitung Bohemia vom 12. Dezember 1908, S. 3.
  3. Bericht in der Reichenberger Zeitung vom 31. August 1915, S. 8