Alois Winkler

Alois Winkler (* 17. Januar 1838 in Waidring in Tirol; † 11. Juni 1925 in Salzburg) war ein österreichischer römisch-katholischer Priester und Domherr, sowie langjähriger Landeshauptmann und Landtagsabgeordneter des Bundeslandes Salzburg.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Der als vierzehntes Kind einer Bauernfamilie im Adlergut in Waidring in Tirol geborene Alois Winkler erhielt am 26. Juli 1863 die Priesterweihe. Er war ab 1878 Abgeordneter zum Salzburger Landtag. Ab 1887 war Winkler Herausgeber der katholischen Tageszeitung Salzburger Chronik. Von 17. Januar 1897 bis 29. Dezember 1902 und von 21. Juli 1909 bis 23. April 1919 war er Landeshauptmann von Salzburg, von 1902 bis 1909 war er Landeshauptmannstellvertreter. Sein Schwerpunkt war die Ordnung der Finanzen und der Aufbau von Fürsorgeanstalten wie der 1898 gegründeten Taubstummenanstalt sowie die unter seinem Vorsitz im Volksverein zur Bekämpfung der Tuberkulose im Kronlande Salzburg errichteten Lungenheilanstalt Grafenhof in Sankt Veit im Pongau. Winkler blieb auch nach dem Zusammenbruch der Monarchie im Amt und konnte 1918 im Alter von 80 Jahren die Ordnung im „Revolutionslandtag“ wieder herstellen. Auch gilt er als der Bewahrer eines weitgehend störungsfreien Überganges trotz Mangelversorgung in dieser Zeit.

Ehrungen

Winkler wurde 1886 zum ersten Ehrenbürger von Radstadt und 1901 zum ersten Ehrenbürger von Kuchl ernannt.[1] Seit 1903 war Winkler päpstlicher Hausprälat. 1917 verlieh ihm die Stadt Salzburg die Ehrenbürgerschaft. Im Jahr 1935 wurde nach ihm die Prälat-Winkler-Straße im Stadtteil Aigen benannt. Diese führt vom Ignaz-Rieder-Kai zur Aigner Straße.

Literatur

  • Friederike Zaisberger: Die alte Stadt im Gebirge, 700 Jahre Radstadt, Katalog, Salzburger Landesarchiv Nr. 7, 1989, XV.8.
  • Dr. Oskar Dohle: 150 Jahre Salzburger Landeshauptleute 1861-2011, Salzburg (2011), S. 22ff; online (PDF)

Einzelnachweise

Alois Winkler. In Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
  1. 600 Jahre Markt Kuchl, Marktgemeinde Kuchl, 1980, S. 63