Alpine Holding

ALPINE Holding
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Rechtsform
Gründung 1965
Sitz Wals bei Salzburg
Leitung Enrique Sanz Herrero, Alejando Tuya (stellvertretender Vorsitzender im Aufsichtsrat)
Mitarbeiter 15.294 (2011)[1]
Bilanzsumme 2,530 Mrd. € (2011)[1]
Branche Bau
Website http://www.alpine.at

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Die ALPINE Holding ist die Dachgesellschaft einer Baugruppe mit Sitz in Wals bei Salzburg.

Die wichtigsten Unternehmen aus der Konzerngruppe sind die ALPINE Bau GmbH, die ALPINE BeMo Tunnelling GmbH, die Universale-Bau und die GPS (Grund-, Pfahl- und Sonderbau) sowie die ALPINE-ENERGIE. Im Jahr 2008 war ALPINE mit einer Bauleistung von rund 3,5 Mrd. Euro im Jahr 2008 und 15.530 Mitarbeitern der zweitgrößte Baukonzern Österreichs und einer der erfolgreichsten in Europa.

Inhaltsverzeichnis

Aktivitäten

Die Aktivitäten der ALPINE umfassen das gesamte Spektrum des Baugeschehens. Zunächst spezialisiert auf Tief- und Straßenbau, sind im Laufe der Jahre alle Sektoren des Bauens zum Tätigkeitsfeld der ALPINE geworden. Ebenso hat sich das räumliche Arbeitsgebiet – ausgehend von Wals-Siezenheim in Salzburg – über ganz Mittel- und Osteuropa bis nach China ausgeweitet.

Geschichte

ALPINE wurde von 1965 von den Brüdern Georg Pappas und Dimitri Pappas gegründet und begann mit anfänglich 28 Mitarbeitern. Ab 1968 trat Dietmar Aluta-Oltyan und ab 1972 Otto Mierl in die Leitung des Unternehmens ein.

Bereits in den 1970er Jahren entwickelte sich ALPINE zum größten privaten Bauunternehmen Österreichs. Neben den Filialen und Niederlassungen in Österreich wurde Mitte der 1980er Jahre die erste Auslandsniederlassung in München gegründet. Bereits 1982 hatte das Unternehmen als erstes Großprojekt im Ausland das Kraftwerk „Potamos Nestos“ nördlich der griechischen Stadt Kavala gebaut. 1986 erwarb die ALPINE die Bausparte der Kapsreiter-Gruppe samt dem Großteil ihrer Bauunternehmungen.[2]

Heute unterhält die ALPINE auch Geschäftsbeziehungen mit Italien, Griechenland, Tschechien, Slowakei, Polen, der Türkei, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Singapur, Vietnam, Kroatien, Rumänien, Bulgarien, Bosnien, Albanien, Indien, Mazedonien, China und den USA.

In den Jahren 1996 bis 2005 übernahm die ALPINE Bau GmbH mehrere Unternehmen. Anfang des Jahres 1996 hat die Alpine Bauges. m.b.H. eine Mehrheitsbeteiligung an der Mayreder Bau GmbH übernommen, einem traditionsreichen Unternehmen, das über mehr als 100 Jahre Erfahrung auf dem Bausektor verfügt.

Im Dezember 1996 wurde die ALPINE-ENERGIE Gesellschaft für elektrische und industrielle Unternehmungen GmbH als gemeinsames Unternehmen der ALPINE-Gruppe und der Energie GmbH aus Deutschland in Linz gegründet.

2002 wurde die Universale Bau GmbH übernommen. Weiters werden die Anteile der Familie Blättchen an der Energie GmbH übernommen, dadurch entsteht die ALPINE-ENERGIE Gruppe mit Ländergesellschaften in Österreich, Deutschland, Schweiz und Luxemburg als Teilkonzern der ALPINE Bau.

2005 erwarb Alpine das Unternehmen Stump Spezialtiefbau GmbH zu 100 % - damit verdoppelte sich das bisherigen Spezialtiefbau-Volumen. Im gleichen Jahr geriet das Unternehmen durch einen Skandal um die Auftragsvergabe bei der Allianz Arena in München in die Schlagzeilen.

Die spanische Unternehmensgruppe Fomento de Construcciones y Contratas (FCC) übernahm 2006 die Anteile der Mehrheitseigentümer- und Gründerfamilie Pappas. Die ALPINE-ENERGIE Gruppe übernahm die SAG Kommunikationstechnik Österreich und die SAG Kommunikationstechnik Schweiz.

Am 1. September 2007 wurde der Unternehmensname Alpine Mayreder Bau GmbH in ALPINE Bau GmbH geändert.

Am 1. August 2008 übernahm ALPINE Bau das Spezial-Wasserbauunternehmen Wasser-, Tiefbau und Rammarbeiten GmbH Stuttgart (WaTi)

ALPINE übernahmn 2009 den Tiroler Tunnelbauspezialisten Beton- und Monierbau Gesellschaft m.b.H. (BeMo) mit 2008 260 Mitarbeitern und 100 Millionen € Umsatz. Am 17. Dezember 2009 wurde die Namensänderung dieser GmbH in ALPINE BeMo Tunnelling GmbH im Firmenbuch eingetragen. Im gleichen Jahr wurde in Österreich das Joint Venture ALPINE-RZDstroy von den beiden Unternehmen Joint Stock Company (JSC) RZDstroy, ein auf Bauleistungen spezialisiertes Tochterunternehmen der russischen Eisenbahngesellschaft RŽD, und ALPINE Bau GmbH gegründet. Das Unternehmen strebt die gemeinsame Umsetzung von Infrastrukturprojekten in Russland, Österreich und in dritten Ländern an.

2012 übernahm die spanische FCC die restlichen Anteile Aluta-Oltyans und besitzt somit 100 Prozent der ALPINE Holding GmbH.

Im Oktober 2012 wurde bekannt, dass sich Alpine in Liquiditätsschwierigkeiten befindet. [3] Diese sollen durch Liquiditätszufuhr durch die FCC sowie Kreditinstitute, Stundungen und den Verkauf von Teilen des Unternehmens (Alpine Energie/ Grund-, Pfahl- und Sonderbau/ Hazet) behoben werden. [4] [5] Am 9. November 2012 wurden ein Stillhalteabkommen mit den Banken unterschrieben. [6]

Einzelnachweise

  1. a b Geschäftsbericht 2011
  2. Die Geschichte des ALPINE Konzerns abgerufen am 23. Mai 2010
  3. http://www.profil.at/articles/1241/560/344076/alpine-alpine-bau-hunderte-millionen-spiel
  4. http://www.format.at/articles/1242/941/344583/alpine-bau-aufatmen-bondmaerkten
  5. http://salzburg.orf.at/news/stories/2555205/
  6. http://salzburg.orf.at/news/stories/2558352/

Weblinks