Altbundespräsident

Als Altbundespräsident wird in Deutschland und Österreich ein Bundespräsident nach dem Ausscheiden aus dem Staatsamt bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Deutschland

In Deutschland hat der Altbundespräsident als ehemaliges Staatsoberhaupt lebenslang Anspruch auf die vollen Amtsbezüge aus der Amtszeit („Ehrensold“), sowie auf ein eigenes Büro und Dienstwagen. Außerdem ist es weithin üblich, ihn bei offiziellen Anlässen für den Rest seines Lebens mit dem Titel „Herr Bundespräsident“ anzusprechen.

Derzeit gibt es in Deutschland fünf Altbundespräsidenten: Walter Scheel, Richard von Weizsäcker, Roman Herzog, Horst Köhler und Christian Wulff.

Bei Amtsantritt hatte Altbundespräsident Köhler so viele lebende Amtsvorgänger wie keiner seiner Vorgänger: Neben den drei noch lebenden Altbundespräsidenten übernahm er das Amt von seinem direkten Amtsvorgänger Johannes Rau, der 2006 verstarb.

Österreich

Österreich hat keinen noch lebenden ehemaligen Bundespräsidenten. Alle früheren Staatsoberhäupter vor Heinz Fischer sind bereits verstorben. Fischers direkter Vorgänger Thomas Klestil verstarb 2004 im Amt, als letzter Altbundespräsident verstarb Kurt Waldheim 2007.

Schweiz

Da in der Schweiz die Funktion des Bundespräsidenten unter den Bundesräten im Turnus alljährlich neu vergeben wird (primus inter pares), gibt es keinen Altbundespräsidenten in dem Sinne. Zurückgetretene oder nicht wiedergewählte Bundesräte haben in Gegensatz dazu Anspruch auf eine Rente und gewisse Privilegien.

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Altbundespräsident – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen