Alte Fastnacht

Die so genannte Alte Fastnacht – auch Bauernfastnacht oder alemannisch Buurefasnacht – ist ein regionaler Fastnachtstermin, bei dem die Fastnacht erst am Sonntag nach Aschermittwoch, dem Funkensonntag endet.

Die alte Fastnacht fällt somit schon in den Beginn der heutigen Fastenzeit. Der abweichende Termin wird landläufig meist mit der Einführung des Gregorianischen Kalenders erklärt; dies trifft jedoch nicht zu: die alte Fastnacht ist ein Überbleibsel des ursprünglichen Beginns der Fastenzeit. Dieser wurde auf der Synode von Benevent 1091 vorverlegt, weil man hier die Sonntage aus dem Fastengebot herausgenommen hatte und die entsprechende Anzahl von Fastentagen vor ihren bisherigen Beginn anfügen musste, um wieder auf 40 Tage zu kommen.

In manchen Gegenden, vor allem in Vorarlberg, der Schweiz und Südwestdeutschland (Wiiler Buurefasnacht, Sulzburg) hat sich die alte Fastnacht im bäuerlichen Brauchtum (im Gegensatz zur Herrenfastnacht am offiziellen Fastnachtstermin) erhalten, in anderen, z. B. nördlich des Bodensees und in Liechtenstein nur noch als Termin einzelner Bräuche wie dem Funken- oder dem Scheibenfeuer.

Trivia

Daher, dass die alte Fastnacht nach der Herrenfastnacht kommt, erklärt sich wohl auch die humoristische alemannische Redensart, dass jemand „wie die alte Fasnacht hinterdrein komme“, was nichts anderes bedeutet, als dass er hoffnungslos verspätet ist.

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