Altenstadt (Feldkirch)

Altenstadt (Katastralgemeinde)
Altenstadt (Feldkirch) (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Feldkirch (FK), Vorarlberg
Gerichtsbezirk Feldkirch
Pol. Gemeinde Feldkirch
Koordinaten 47° 15′ 37″ N, 9° 37′ 6″ O47.2602777777789.6183333333333446Koordinaten: 47° 15′ 37″ N, 9° 37′ 6″ O
Gebäudestand 1054 (30. Juni 2009)
Fläche d. KG 13,9455 km²
Statistische Kennzeichnung
Katastralgemeindenummer 92102
Zählbezirk/Zählsprengel Altenstadt [-Nord, -Süd] (80404 02[1,2])
Bild
Blick von der Göfiser Straße, links der Ardetzenberg
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM

Altenstadt ist ein Ortsteil der Stadt Feldkirch im österreichischen Bundesland Vorarlberg. Der Ort bildet eine Katastralgemeinde (Fraktion) und einen Zählsprengel der Stadt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Spuren der ersten Besiedlung Altenstadts kamen in den 1950er Jahren zutage, als Reste einer knapp 3.000 Jahre alten spätbronzezeitlichen Kultstätte gefunden wurden. Das heutige Altenstädter Gebiet bot sich für eine Besiedlung wegen seiner verkehrsgünstigen Lage am Taleingang zwischen Ardetzenberg und Tillis an. Bei im Mai und Juni 2006 durchgeführten Ausgrabungen wurde ein nach Münzfunden in der Spätantike zwischen der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts und dem 4. Jahrhundert genutztes römisches Bauwerk freigelegt.

Der Ort hieß ursprünglich Feldkirch (Feldkirichun, Veldkiricha u.a. Schreibweisen, z.B. nach dem Rätischen Reichs-Urbar von 850 n. Chr.). Namensgebend war eine in der damals noch sehr dünn besiedelten Ebene wohl weithin sichtbare Kirche im Feld. Allgemein wird angenommen, dass es sich hierbei um die im 9. Jh. errichtete St. Petronilla-Kirche (heute Kapelle St. Petronilla und Martin) handelt, namensgebend könnte jedoch auch schon die Mutterkirche St. Peter im Petersfeld im heutigen Rankweil gewesen sein.

Mit dem Bau der Schattenburg einige Kilometer südlicher direkt am Talausgang der Ill aus dem Walgau entstand dann jedoch im 11. und 12.  Jahrhundert eine neue Ansiedlung, für welche der Name Feldkirch übernommen wurde und die sich nach und nach zur Stadt Feldkirch entwickelte. Das nördlich gelegenere ursprüngliche Feldkirch wurde folglich (ab etwa dem 14. Jh.) Alte Statt genannt, aus welchem sich der heutige Name Altenstadt entwickelte.

Zu Altgemeinde Altenstadt gehörten früher auch Levis, Gisingen und die vier Dörflein enhalb der Ill: Nofels, Fresch, Bangs und Matschels.

Die Stadt Feldkirch wurde 1925 gemeinsam mit den Gemeinden Altenstadt, Tosters und Tisis zu Groß-Feldkirch verbunden.

Heute ist Altenstadt eine beliebte Wohngegend, in der u.a. auch der Bürgermeister von Feldkirch, Wilfried Berchtold, lebt.

Bauwerke

Petronillakapelle

Die Kapelle St. Petronilla und Martin ist eine der ältesten Kirchengebäude Vorarlbergs und gilt als Kirche im Feld als Namensursprung von Feldkirch.

Dominikanerinnenkloster

Kloster und Pfarrkirche

Ferner steht in Altenstadt ein im 13. Jahrhundert gegründetes Dominikanerinnenkloster mit einer 1442 geweihten Taufkapelle und Fresken aus dem 15. Jahrhundert. Um den im Klosterinnenhof gelegenen Fidelis-Brunnen rankt sich die Legende, dass dieser erst nach der Anrufung des Heiligen Fidelis Wasser geführt habe.[1]

Gebäude des TC Altenstadt

Architektonisch nennenswert ist auch das 2000 errichtete Gebäude des Tennisclub Altenstadt (TC Altenstadt). Das zweistöckige Gebäude ist durch eine klare Formensprache und eine bewusst reduzierte Materialwahl geprägt.

Bildungseinrichtungen

In Altenstadt gibt es eine Volksschule, zwei Kindergärten, sowie das Bundesgymnasium Feldkirch, welches oft fälschlicherweise in Levis vermutet wird.

Vereine

  • Heimatkundeverein Altenstadt
  • Altenstädtner Fasnatzunft
  • Musikverein Altenstadt
  • TSV Altenstadt
  • Skiverein Altenstadt
  • TC Altenstadt
  • Radfahrclub Altenstadt
  • Funken Altenstadt
  • Männerchor Altenstadt
  • Krippenbauverein Altenstadt
  • Pfadfindergruppe St. Martin Altenstadt-Levis

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Fidelisbrunnen, www.sagen.at.