Amras

Dieser Artikel behandelt den Innsbrucker Stadtteil Amras. Für die gleichnamige Erzählung siehe Amras (Thomas Bernhard).

Amras (Ortskern 576 m ü. A.) ist ein Stadtteil (Katastralgemeinde) im Südosten von Innsbruck. Er wurde 1938 eingemeindet (der Ortsteil Pradl bereits 1904).

Der Name Omeras (stammt vermutlich vom Lateinischen ad umbras ‚in den Schatten gelegen‘) wurde erstmals im Jahr 950 erwähnt. Daraus leitete sich Ombras, Ambras (noch in Schloss Ambras erhalten) und schließlich Amras ab.

Der Dorfkern von Amras ist noch relativ ursprünglich erhalten. Mehrere Bauernhäuser prägen das Ortsbild. Die Pfarrkirche hat einen markanten Turm mit Spitzhelm. Eine der Glocken des Läutwerks wurde vom Glockengießer Löffler in Innsbruck (Hötting) gegossen.

Der Ort erfuhr in den letzten 50 Jahren große Siedlungserweiterungen durch Wohngebiete im Westen (Egerdach 47.26055555555611.448888888889) und Norden sowie durch Gewerbegebiete im Osten. Das älteste Einkaufszentrum im Großraum Innsbruck (DEZ) ist seit den Siebzigerjahren in Amras.

Die Roßau ist ein ehemaliges Augelände am Ufer des Inn. Heute befindet sich dort neben dem Gewerbegebiet die Freizeitanlage Roßau mit einem Baggersee.

Inhaltsverzeichnis

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Amras als literarischer Ort

Eine Erzählung Thomas Bernhards ist nach Amras benannt, handelt dort und in Innsbruck und trägt den Titel Amras.[1] Der Text entstand als zweites größeres Werk Bernhards 1964 und erscheint bis heute im Suhrkamp Verlag. Die Erzählung war das persönliche Lieblingswerk des Autors.[2]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Thomas Bernhard: Amras. In: Ders.: Werke in 22 Bänden. Hg. v. Wendelin Schmidt-Dengler, Martin Huber. Bd. 11: Erzählungen 1. In der Höhe. Amras. Der Italiener. Der Kulterer. Suhrkamp: Frankfurt am Main 2004. S. 109 – 179.
  2. Thomas Bernhard – Eine Begegnung. Gespräche mit Krista Fleischmann. Edition S (Österreichische Staatsdruckerei), Wien 1991, ISBN 3-7046-0184-5

47.26222222222211.422777777778576Koordinaten: 47° 16′ N, 11° 25′ O