Andergassen (Familie)

Darstellung des bürgerlichen Wappens der Familien Andergassen, Wappenmalerei um 1895

Die neuzeitlich bürgerlichen Familien Andergassen stammen großteils aus Kaltern, dem Südtiroler Unterland und dem Überetsch.

Inhaltsverzeichnis

Verbindung zu den älteren Herren an der Gassen

Es ist keine Genealogie der Herren an der Gassen von Tirol vom frühen 14. Jahrhundert bis zur Erfassung der Geburtsdaten in den Taufmatrikeln der katholischen Kirche vom späten 16. Jahrhundert überliefert.

Die Andergassen in Kaltern

Laut Stolz (Ausbreitung des Deutschtums) taucht in den Urkunden bereits 1419 ein sogenannter „Petrus an der Gassen de superiore Planiez als Grenznachbar in loco dicto Ackerlein“ in Kaltern-Oberplanitzing auf.

Wappen

Die bürgerliche Wappenverleihung erfolgte, aufgrund von Verdiensten im Verwaltungswesen und in den Türkenkriegen, durch Maximilian II. (HRR) : Gassen, Hanns an der, Georg, Michael; Brüder, Wappen mit Lehenartikel, Prag 1. März 1575.
Der originale Wappenbrief gilt seit den Jahren des Zweiten Weltkriegs als verschollen.
Das bürgerliche Wappen aus der Renaissancezeit hat auch keine formal erkennbare Verbindung zum mittelalterlichen adeligen Wappen.

Namensschreibung

Die Zusammenschreibung des früher getrennt geschriebenen Namens erfolgte erst später und wurde unterschiedlich gehandhabt.
Während der Zeit des italienischen Faschismus mussten alle deutschsprachigen Familiennamen in Südtirol italienisiert werden, aus Andergassen wurde Dallavia.

Weblinks

Literatur

  • Fischnaler, Konrad: Wappen und heraldisch-sphragistische Studien aus Alttirol nebst Vorarbeiten zu einem tirolisch-vorarlberg’schen Wappen-Schlüssel, Innsbruck 1937
  • Frank, Karl Friedrich von: Standeserhebungen und Gnadenakte für das Deutsche Reich und die österreichischen Erblande bis 1806 sowie kaiserlich österreichische bis 1823, Schloß Senftenegg, Niederösterreich, A.-E. 1967
  • Finsterwalder, Karl: Tiroler Familiennamenkunde, Innsbruck 1994