Andrea Komlosy

Andrea Komlosy (* 1957 in Wien) ist eine österreichische Historikerin und Politikerin. Sie lehrt an der Universität Wien. Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit liegt auf Forschung und Lehre zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Habsburgermonarchie und ihrer Nachfolgestaaten im 18. bis 20. Jahrhundert, Migrationsforschung sowie Industrie- und Globalgeschichte (Theorie und Geschichte der Weltwirtschaft).

Inhaltsverzeichnis

Leben

Komlosy wuchs in Wien auf. Nach der Volksschule in Ober Sankt Veit maturierte sie am Bundesgymnasium XIII in Hietzing. Ihr Studium der Geschichte absolvierte Komlosy an der Universität Wien von 1976 bis 1984, nach einem Auslandsstudienaufenthalt in der Bretagne an der Université de Bretagne Occidentale in Brest 1975/76. 1984 promovierte sie im Bereich Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Anschließend war sie Scholarin am Wiener Institut für Höhere Studien und wissenschaftliche Forschung in der Abteilung Politologie. Danach arbeitete sie in Museen (u.a. in dem Textil- bzw. Industriemuseum Weitra und am Technischen Museum Wien) und hatte Lehrtätigkeiten in Wien sowie Linz, Graz, Innsbruck und Honolulu inne. Ab 1993 war Komlosy als Assistentin am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien tätig. Von 1992 bis 1995 arbeitete sie für Forschungsprojekte zur Industriegeschichte für die Waldviertel-Akademie (Waidhofen an der Thaya); von 1996 bis 1998 leitete sie diese Akademie.

Von 1995 an arbeitete sie an ihrer Habilitation zum Thema Grenze und ungleiche regionale Entwicklung. Regionale Disparitäten und Arbeitskräftewanderungen in der Habsburgermonarchie im 18. und 19. Jahrhundert; die venia docendi wurde ihr im Jänner 2002 verliehen. 2003 war sie für einen zweimonatigen Forschungsaufenthalt an der École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris.

Seit 2002 ist Komlosy Mitarbeiterin im Forschungsmodul Globalgeschichte an der Universität Wien.

Politik

Komlosy war bei den Nationalratswahlen 1986 Spitzenkandidatin der linken Wiener Gruppe Die Grünalternativen - Demokratische Liste (Kurzbezeichnung: GAL)[1] und erreichte 6005 Stimmen.[2]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Gerhard Jordan: Chronik der Grünen Alternative, Grüner Klub im Rathaus, A-1082 Wien, Stand: Sommer 2012; abgerufen am 30. Dezember 2012
  2. Bundesministerium für Inneres: Nationalratswahl vom 23. November 1986; abgerufen am 30. Dezember 2012