Andreas II. von Graben

Das Wappen von Andreas II. von Graben in der Lienzer Sankt Michaelskirche. Darstellung aus dem Jahre 1531.

Andreas II. von Graben (* Burg Sommeregg; † 1560 in Lienz) war ein Lienzer Ritter, dem edelfreien Uradelsgeschlecht der Herren von Graben entstammend.

Biografisches

Andreas wurde als Sohn des Heinrich von Graben († 1507) geboren. Sein Bruder Christof war zwischen 1543 und 1578 unter den Grafen von Görz landesfürstlicher Pfleger/Burggraf von Kals gewesen. Deren Großvater war der chillische-ortenburgerische (Landes)Hauptmann Andreas von Graben zu Sommeregg gewesen.

Andreas wurde im Jahre 1528 zum Landrichter von Lienz bestellt. Diesen Posten hatte er bis zu seinem Tod inne. Verheiratet war er mit Margarete († 1544), über seine Nachkommenschaft ist nichts bekannt. In Lienz, in der heutigen Hans-von-Grabengasse auf Nr. 226, hatte Andreas sein Ansitz Graben genanntes Stadthaus. Andreas ließ in den Lienzer Bergen nach Gold schürfen, worauf sich sein enormer Reichtum gründete. Seine Wappen ließ er auf vielen Örtlichkeiten rund um Lienz anbringen. So steht auf einer rohen, jetzt losen Steinplatte, mitten in der Almwiese Zettersfeld bei Lienz, die Inschrift 1532 Andreas von Graben zu lesen. Auch in der Nähe des Tristacher Sees ist, nach Forschungen Dr. Josef Weingartners, eine ähnliche Inschrift auf einem Steine zu lesen. Andreas' Wappen befindet sich ebenso in der Lienzer Sankt Michaelskirche, in welcher sich seine Grabstätte befindet.

Quelle