Andreas Johann Persode de Dommangeville

Andreas Johann Persode de Dommangeville (* 1682 in Metz; † 1746)[1] war ein preußischer Generalmajor, Chef des Infanterieregiments Nr. 33 und Amtshauptmann zu Ragnit.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Herkunft

Er stammt aus Lothringen und kam als einer der französischen Flüchtlinge nach Brandenburg. Sein Vater war André Persode († 1701) Parlamentsadvokat von Paris und besaß bei Metz das Gut Hoquencourt. Sein Mutter war Rachel Morel.[2]

Militärlaufbahn

Im Jahr 1700 kam er zum Infanterieregiment „kurmärkischen Garde zu Fuß“ Nr. 1. 1704 wurde er dort Fähnrich und danach von König Friedrich I. zum Regiment „Dönhof“ Nr. 2 versetzt. In diesem Regiment wurde er am 17. November 1708 Hauptmann, 10. Juli 1713 Major, 2. Mai 1722 Oberstleutnant und am 9. Juli 1729 Oberst.

Am 12. August 1736 erhielt die Amtsmannschaft von Ragnit, die er 1739 wieder abgab.

Im Jahr 1739 wurde er Chef des Garnisonsregiments „Arbaud“ Nr. 9. König Friedrich II gab 1740 ihm das neuerrichtete Füselierregiment Nr. 40, das aus Teilen des Garnisonsregiments errichtet wurde. 1741 erfolgte seine Ernennung zum Generalmajor, aber schon im Jahr 1743 erhielt er seine Entlassung mit einer Pension.

Er kämpfte im Spanischen Erbfolgekrieg, im Pommernfeldzug 1715/16 sowie im Ersten Schlesischen Krieg.

Familie

Persode de Dommangeville war zweimal verheiratet und hatte mit seiner ersten Frau zwei Kinder, von denen ein Sohn schwachsinnig war. Seine zweite Frau war eine geborene von Schröter (* 1703). Von ihr ist bekannt, dass sie 1773 unter traurigen Umständen lebte und daher von König Friedrich II. eine Pension 200 Talern erhielt.

Literatur

  •  Anton Balthasar König: Andreas Johann Persode de Dommangeville. In: Biographisches Lexikon aller Helden und Militairpersonen. Band III, Arnold Wever, Berlin 1790, S. 478 (Andreas Johann Persode de Dommangeville in der Google Buchsuche).

Einzelnachweise

  1. Eduard Lange, Die soldaten Friedrich's des Grossen, S.484, Digitalisat
  2. Eltern