Angenofen

38 Häuser mit bequemer Unterkunft für 12 Mann: Angenofen in der Franziszeischen Landesaufnahme, ca. 1835.

Angenofen ist ein Ortsteil von Marhof und liegt etwa 700 Meter über dem Meer.

Angenofen ist ein kleines Dorf am Berg oberhalb von Stainz. Von Angenofen kann man das Grazer Becken und Stainz überblicken. Im Ort befindet sich die Göri-Kapelle.

Der Name des Ortes enthält einen Hinweis auf die Geologie des Gebietes: Plattengneis bildet in der Umgebung einzeln aufragende kleine Gesteinsformationen, die bis zu 20 m hoch sind und als „Ofen“ bezeichnet werden. „Ofen“ ist (neben der Feuerstelle) eine Bezeichnung für mehr oder weniger zerklüftete Felsen bzw. –trümmer, die für sich keine Berge oder sonstige markante Formen bilden.[1] Das Wort kommt auf der Kor- und Saualpe häufig vor, vgl. Bärofen, Großofen auf der Koralpe, Mannagetta-Ofen[2] und Schrattelofen bei Stainz und ist auch in anderen Gebieten anzutreffen, z. B. beim Wasserofen am Schneeberg südlich von Wien.[3]

Einzelnachweise

  1. Jakob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. Band 13 N-Quurren. Leipzig 1889. Stichwort „Ofen“ Punkt 6). Spalte 1158 Zeile 21: Das Wort wird dort für die bairisch-österreichische Gebirgsmundart als gemeingermanisch für Felsenhöhle, durchklüftetes Felsstück, wirr durcheinander liegende Felstrümmer behandelt (Wurzeln bis ins Sanskrit).
  2. Mannagetta-Ofen 46° 55′ 45″ N, 15° 10′ 28″ O46.92916666666715.174444444444
  3. nordöstlich von Kaiserbrunn, 47° 44′ 35″ N, 15° 48′ 4″ O47.74305555555615.801111111111
Angenofen westlich von Stainz im Aufnahmeblatt der 3. Landesaufnahme um 1878