Aniada a Noar

Aniada a Noar
Aniada a Noar im TEML am 29. August 2008
Aniada a Noar im TEML am 29. August 2008
Allgemeine Informationen
Genre(s) Neue Volksmusik
Gründung 1981
Website http://www.aniada.at/
Aktuelle Besetzung
Flöte, Dudelsack, Gesang
Wolfgang Moitz
Gitarre, Bass, Mandoline, Ziehharmonika, Gesang
Bertl Pfundner
Andreas Safer
Gitarre, Geige, Gesang
Michael Krusche
(seit 1983)
Ehemalige Mitglieder
* Wolfgang "Wuff" Zagar
  • Eduard "Edi" Zwanzer (bis 1983)
Erweiterung zu „polka potente“
Gabriel Froihofer
Reinhard Ziegerhofer

Aniada a Noar, was so viel heißt wie Ein jeder ein Narr (weststeirischer Dialekt), ist eine steirische Volksmusik-Gruppe. In einer erweiterten Formation tritt die Gruppe seit 2004 auch unter dem Namen polka potente (früher: Noarn Groove) auf.

Inhaltsverzeichnis

Vorgeschichte

Das Quartett ging aus der Formation „Folkfriends“ hervor, die ursprünglich in der Weststeiermark mit „Western & Country-Musik“ aufgetreten war. Zur Erstbesetzung gehörten (ab 1981) neben Andreas Safer und Eduard Zwanzer noch Rupert (Bertl) Pfundner und Wolfgang (Wuff) Zagar. Diese beiden hatten davor bei „Dingley Dell“ gespielt.

In der zweiten Besetzung der „Folkfriends“ ersetzte Wolfgang Moitz dann Wuff Zagar. Er und Safer brachten stärkere Folk-Elemente ein. Die Flöte veränderte das Klangbild des Quartetts. Bertl Pfundner: „Ich hab so lange Country & Western gespielt, da fiel es mir schwer, mich auf sowas einzustellen.“ Die neue Entwicklung ging nun klar in Richtung Country- & Folkmusic.

Im Juli 1983 trafen die „Folkfriends“ bei einer Veranstaltung in der „Brücke“ in Graz mit den Brüdern Martin Krusche und Michael Krusche zusammen, die dort ihr Programm „Literatur, Blues und 'Rock & Roll'“ spielten. Zu der Zeit tendierte Edi Zwanzer stark dazu, die Formation zu verlassen, und beim folgenden Weihnachtskonzert in Rosental war sein Ausstieg beschlossene Sache. Michael Krusche spielte vorerst sporadisch mit und eignete sich das Repertoire an. Ab März 1984 gehörte er den „Folkfriends“ regulär an. Ein Konzert im Grazer „Kleeblatt“ gilt als Fixierung der neuen Besetzung. Damals mit auf der Bühne: die Musiker Jimmy Cogan und Kurt Keinrath (Erste Allgemeine Verunsicherung) sowie der Kabarettist Jörg-Martin Willnauer.

Im Sommer 1984 absolvierten die „Folkfriends“ und der Künstler Martin Krusche gemeinsam eine Tournee durch Südfrankreich, bei der sich das Quartett weiter festigte. Im Mai 1985 stand die Gruppe auf der Bühne zur „Großen Chance“ des ORF und hatte einen ermutigenden TV-Auftritt. Ab 1985/86 lief das Repertoire laut Andi Safer zweigleisig: Zur Folkmusic aus anderen Ländern kam auch traditionelle Musik aus Österreich hinzu. 1985 standen die Vier neben Alan Stivell auf der Bühne des „Folkest“ in San Daniele. Ende 85 war klar, dass es mit den „Folkfriends“ vorbei sein würde. Das Konzept der Gruppe hatte sich inzwischen völlig verändert. Und Andi Safer setzte als neuen Namen „Aniada a Noar" durch.

„Es ist Volksmusik, und zugleich mit der schlagartigen Erkenntnis der Geprellten, so lange gepflanzt worden zu sein, umfängt uns das warme Gefühl, einen neuen Ort, eine neue Landschaft unseres Herzens entdeckt zu haben: Österreichische Volksmusik ohne Eisenbahnervorgartenmentalität, jenseits von Ö2, von rustikaleren Niedertrachten gar nicht zu reden.“

David Staretz [1]

Inzwischen sind 25 Joahr (steir. für Jahre) vergangen und "Aniada a Noar" feierte mit einem Festkonzert am 5. November 2008 in unveränderter Besetzung das Silberne Jubiläum im Grazer Orpheum. Im Jänner 2009 wurde der Noarnfülm (Regie: Heinz Trenczak) präsentiert, der die Geschichte der Noarn in Ton und Bild dokumentiert (Extraplatte, ISBN 978-3-221-95409-3).

Tonträger (Auswahl)

  • Ruck ma zsamm, LP ProSound 1986
  • Aniada a Noar, Vol.1 Extraplatte 105, 1986
  • Geduld, Geduld, Extraplatte 109, 1989
  • Gwoxn, Extraplatte 183, 1993 mit Broadlahn und Citoller Tanzgeiger
  • die Hupfade, Extraplatte 195, 1993
  • die Geierwally, Extraplatte 262-2, 1996
  • Wärme, Extraplatte 295-2, 1997
  • Es wird scho glei dumpa, Extraplatte 424-2, 2000
  • Heaz & Steaz, Extraplatte 440-2, 2000
  • Liacht Luce, Extraplatte 544-2, 2001 mit Michele Pucci & Gulio Venier
  • Liacht Light, Extraplatte 624-2, 2002 and Friends
  • Tanzl, Extraplatte 524-2, 2002
  • Sou is es Leben, Extraplatte 540-2, 2003
  • Liacht Phos, Extraplatte 644-2, 2004

polka potente

Erweitert um Gabriel Froihofer (Schlagzeug) und Reinhard Ziegerhofer (Bass, Kontrabass) legen Aniada a Noar noch eins drauf und treten als polka potente auf.

Quellen

  1. David Staretz: „Musik als Heimat, anyway“ in Christian Seiler (Hg.): „Schräg dahoam“ (Zur Zukunft der Volksmusik), Hannibal Verlag, Wien 1995, ISBN 3-85445-110-5

Weblinks