Anna Strasser

Anna Strasser (* 15. April 1921 in St. Valentin; † 17. Mai 2010 in St. Peter) war eine österreichische Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus.

Straßenschild beim Anna-Strasser-Platz in Herzograd

Inhaltsverzeichnis

Leben

Nach einer Handels-Ausbildung arbeitete Anna Strasser ab 1939 in der Buchhaltung der Lagerhausgemeinschaft Mauthausen. Ihr Arbeitsplatz lag in der Nähe des Bahnhofs, bei dem Häftlinge des KZ Mauthausen zur Zwangsarbeit eingesetzt waren. Heimlich wurden sie von Strasser mit Lebensmitteln versorgt. 1942 wurde sie in das Nibelungenwerk nach St. Valentin dienstverpflichtet. Auch dort half sie Zwangsarbeiterinnen. Im Herbst 1944 wurde sie von der Gestapo verhaftet und kam in diverse Gefängnisse. Wegen Hochverrats sollte sie in das KZ Ravensbrück eingewiesen werden. Stattdessen kam sie jedoch in das Arbeitserziehungslager Oberlanzendorf. Strasser erkrankte schwer, konnte jedoch von einem ebenfalls im Widerstand aktiven Arzt gerettet werden.[1] [2] [3]. Am 1. April 1945 wurde sie freigelassen. Nach dem Krieg arbeitete sie als Vertreterin für die Marke „Persil“ und von 1965 bis 1981 als Sekretärin beim „Marianischen Missionswerk“[4].

Auszeichnungen und Ehrungen

1999 wurde Anna Strasser zur Ehrenbürgerin von St. Valentin ernannt.[5] 2008 wurde sie vom „Österreichischen Sozialforum“ in St. Peter geehrt und ihr eine Tiroler-Stunden-Münze gewidmet.[6] 2010 wurde ein Platz beim Gelände des ehemaligen Nibelungen-Werks im Stadtteil Herzograd, auf dem sich auch ein Denkmal für das KZ-Außenlager St. Valentin-Herzograd befindet, nach Strasser benannt[7].

Literatur

  • Anna Strasser: Tatsachenbericht März 1938 – Mai 1945, St. Valentin 1982 (Online)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. aigenbauer.at. Abgerufen am 5. Juli 2012.
  2. nachrichten.at. Abgerufen am 5. Juli 2012.
  3. mmw.at. Abgerufen am 5. Juli 2012.
  4. mmw.at. Abgerufen am 5. Juli 2012.
  5. Niederösterreichische Nachrichten, 26. Mai 2010
  6. unterguggenberger.org. Abgerufen am 5. Juli 2012.
  7. Niederösterreichische Nachrichten, 11. Mai 2010