Anton Corfiz Ulfeldt

Anton Corfiz Ulfeldt (* 15. Juni 1699; † 31. Dezember 1760 in Wien) war ein österreichischer Politiker und Diplomat.

Biografie

Seine Eltern waren Anna Maria Sinzendorf und Leo Graf Ulfeldt, der aus einem dänischen Adelsgeschlecht stammte. Nachdem sein Vater, Corfitz Ulfeldt, wegen Hochverrats in Dänemark zum Tode verurteilt wurde, floh Leo Graf Ulfeldt nach Österreich, wo er sich der Kaiserlichen Armee anschloss.

Auch Anton Corfiz Ulfeldt schlug zunächst eine militärische Laufbahn ein, ließ sich jedoch 1724 in den Reichshofrat versetzen. Ab 1738 war er Botschafter in Den Haag und Konstantinopel, 1742 wurde er auf Betrieben Johann Christof Bartensteins Staatskanzler mit der Verantwortung für Österreichs Außenpolitik. Diesen Posten behielt er bis 1753, als Wenzel Anton Kaunitz sein Nachfolger wurde. Ulfeldt hatte allerdings so gut wie keinen Einfluss, Bartenstein war derjenige, der die Geschicke Österreichs lenkte.

Ehe und Nachkommen

In erster Ehe war Ulfeldt mit Maria Anna von Virmont verheiratet, der Erbtochter des Grafen Damian Hugo von Virmont zu Neersen, die aber nach kurzer Ehe am 19. Dezember 1731 kinderlos starb.

In zweiter Ehe heiratete er am 16. April 1748 Maria Elisabeth von Lobkowitz (* 1726; † 1786), Tochter des Fürsten Philipp von Lobkowitz († 1737). Das Paar hatte zwei Töchter, Elisabeth und Wilhelmine, sowie einen Sohn, Johann Baptist, der jedoch früh verstarb.

Literatur

Vorgänger Amt Nachfolger
 ? Österreich-ungarischer Gesandter in den Niederlanden
1738–1742
 ?
Österreich-ungarischer Botschafter in Konstantinopel
1738–1742
1878: Viktor Dubský von Třebomyslice
Staatskanzler für Außenpolitik
1742–1753
Wenzel Anton Kaunitz