Anton Figl

Anton Figl (* 20. Januar 1895 in Wien; † 13. Januar 1963 ebenda) war ein österreichischer Politiker.

Leben

Anton Figl, der einer Arbeiterfamilie entstammte, hielt sich als junger Mann mit Gelegenheitsjobs finanziell über Wasser. So arbeitete er zunächst als Dachdecker, ab 1925 als Schaffner und zuletzt als Fahrer bei der Straßenbahn Wien.

Als 17-jähriger trat Figl 1912 den Naturfreunden bei, engagierte sich ab 1913 in der Gewerkschaft und trat 1918 der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP) bei. In der Zeit des Austrofaschismus war Figl aktives Mitglied des so genannten Republikanischen Schutzbundes. Als man ihn im Januar 1934 verhaftete, da er Flugblätter verteilte, wurde Figl aus seinem Dienst bei der Straßenbahn entlassen.

Unmittelbar nach dem Krieg wurde Figl von der SPÖ zum Bezirksvorsteher des Wiener Gemeindebezirks Hietzing ernannt. Vor dem Anschluss Österreichs an Deutschland waren sowohl Hietzing aber auch der Nachbarbezirk Penzing ein einziger Bezirk. Als man entschloss, die von der NS-Verwaltung vorgenommene Teilung in zwei Bezirke beizubehalten, wurde Figl 1946 zum Bezirksvorsteher von Penzing gewählt. Er blieb es bis 1962.

Er wurde am Baumgartner Friedhof bestattet. Heute trägt ein Hof in der Hütteldorfer Straße in Wien-Penzing den Namen Anton-Figl-Hof.

Weblinks