Anton Grath

Anton Grath (* 18. Oktober 1881 in Wien; † 10. April 1956 ebenda) war ein österreichischer Bildhauer und Medailleur.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Anton Grath war Schüler des Anton Brenek an der Wiener Staatsgewerbeschule. Danach wurde er in die Wiener Akademie der bildenden Künste aufgenommen, wo Edmund von Hellmer und Hans Bitterlich seine Lehrer waren. In weiterer Folge wurde Grath Meisterschüler von Carl Kundmann und Rudolf Marschall. Studienreisen führten Grath nach Berlin, Zürich, Moskau und Olmütz. Er schuf zahleiche große Plastiken, insbesondere religiöse Darstellungen; Denkmäler und Porträts sowie Medaillen und Plaketten. Sein Werke weisen eine solide Technik und strenge Stilisierung auf.[1]

Ab Beginn des Ersten Weltkriegs leitete Grath an Invalidenschulen und war Vorstand von Wiener Schulwerkstätten (von etwa 1914 bis 1920). 1916 bat Grath um Aufnahme in das k.u.k. Kriegspressequartier, die ihm jedoch mit der Begründung, dass bereits genügend Bildhauer im KPQ beschäftigt seien, verweigert wurde.[2]

Werke (Auszug)

Werke von der Hand des Anton Grath befinden sich heute u. a. in den Sammlungen des Wiener Heeresgeschichtlichen Museums und der Österreichischen Galerie Belvedere.

  • Bildniskopf Kopf mit Stahlhelm, nach 1918, Gipshohlguss bronziert, 29×37×60 cm, Heeresgeschichtliches Museum, Wien
  • Relief Profilkopf mit Eichenlaub umwundener Stahlhelm, nach 1918, Gips überstrichen, 54,5×4×60 cm, Heeresgeschichtliches Museum, Wien
  • Statuette Kaiser Franz Joseph I., 1911, Legierung, 10×7,8×25,8 cm, Heeresgeschichtliches Museum, Wien
  • 'Statuette Halbnacker Jüngling, nach 1918, Gips überstrichen, 26×16×67 cm, Heeresgeschichtliches Museum, Wien

Literatur

  • Ilse Krumpöck: Die Bildwerke im Heeresgeschichtlichen Museum, Wien 2004, S. 61 f.
  • Ulrich Thieme (Hg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Leipzig 1921, Band 14, S. 544.

Einzelnachweise

  1. Ulrich Thieme (Hg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Leipzig 1920, Band 14, S. 544.
  2. Ilse Krumpöck: Die Bildwerke im Heeresgeschichtlichen Museum, Wien 2004, S. 61 f.