Anton Norst

Anton Norst 1914

Anton Norst (* 30. April 1859 in Załucze bei Sbarasch; † 11. April 1939 in Wien) (auch Anton Nußbaum, O. J. Nußbaum) war ein österreichischer Beamter, Herausgeber der „Czernowitzer Zeitung“ und Hofrat.

Leben

Er studierte Rechtswissenschaften an der Universität Czernowitz, bekleidete 1897–1918 den Posten des Sekretärs der Czernowitzer Universität und war 1909–1918 Herausgeber der „Czernowitzer Zeitung“ sowie 1890–1891 der Zeitschriften „Im Buchwald“ und „Czernowitzer Gemeindezeitung“. Norst verfasste zahlreiche Festschriften, Gedichte und Humoresken. Sein Text „Lied der Bukowiner Gendarmen“ wurde von Franz Lehár vertont. Er wurde 1912 Ehrenbürger von Czernowitz. Im Jahre 1914 während der Kriegsereignisse um Czernowitz war er Stadtkommandant.

Anton Norst war Bruder der bekannten Wiener Reformpädagogin Eugenie Schwarzwald sowie Großvater von Marlene Norst. Seine Tochter Else heiratete den polnischen Physiker Wojciech Rubinowicz. Nach dem Ersten Weltkrieg siedelte er nach Wien über und 1921 wurde er Hofrat. 1920–1922 war er bei der Statistischen Zentralkommission angestellt. Sein Grab befindet sich auf dem Hietzinger Friedhof.

Werke (Auswahl)

  • Der Kronprinz in der Bukowina, 1887.
  • Am Pruth. Patriotische Klänge aus der Bukowina, 1893.
  • Alma Mater Francisco-Josefina, Festschrift zum 25jährigen Bestande der Universität Czernowitz, 1900.
  • Jubiläumsschrift der Akademischen Lesehalle in Czernowitz, 1900.
  • Der Verein zur Förderung der Tonkunst in Bukowina 1862–1902, 1903.
  • Der Musen Einzug, Festspiel zur Eröffnung des neuen Stadttheaters in Czernowitz, 1905.

Quelle