Anton Schott (Schriftsteller)

Anton Schott (* 8. Februar 1866 in Kohlheim, Böhmen; † 4. April 1945 auf seinem Anwesen Hub bei Mettmach, Oberösterreich) war ein österreichischer Schriftsteller.

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Leben

Anton Schott, der Sohn eines mittellosen Webers, besuchte nach unregelmäßiger Volksschulausbildung für zwei Jahre die Realschule in Pilsen, 15-jährig erhielt er seine erste Anstellung als Schreiber bei einem Rechtsanwalt in Neuern. Nach intensivem Selbststudium bereits 1883 als provisorischer Unterlehrer tätig, legte er zunächst die Matura, anschließend die Lehrerbefähigungsprüfung an der Lehrerbildungsanstalt in Prag ab. Schott war in der Folge bis Mitte der 1890er Jahre als Volksschullehrer tätig, bevor er sich als freier Schriftsteller zuerst in Hinterhäuser in Böhmen, später auf seinem Gut in Bergham bei Linz niederließ. Durch die Nachkriegs-Inflation verarmt musste er 1921 nach Sipbachzell, 1924 nach Peuerbach übersiedeln, 1929 erwarb er das Anwesen Hub bei Mettmach, dort verstarb er 1945 im Alter von 79 Jahren.

Anton Schott erhielt unter anderem 1901 den Preis der Deutschen Literaturgesellschaft sowie 1923 den 2. Preis des Herder-Verlags, die Verleihung des Silbernen Ehrenzeichens der Republik Österreich lehnte er 1929 ab. Sein literarisches Werk umfasst Novellen, Erzählungen sowie historische Romane, in deren Mittelpunkt das bäuerliche Leben steht.

Werke (Auswahl)

  • Das Glücksglas: Erzählung, Herder, Freiburg, 1902
  • Notwebers Gabriel: Roman, J. Habbel, Regensburg, 1910
  • Die Kaiserbraut : Historischer Roman, J. Habbel, Regensburg, 1914
  • Bannfluch und Pest. Eine Erzählung aus alter Zeit, Verlagsanstalt Tyrolia A.G., Innsbruck, 1925
  • Altmännersommer : Roman, Verlags Anstalt "Moldavia", Budweis, 1927
  • Der lange Helfgott: Roman, Verlags Anstalt "Moldavia", Budweis, 1936
  • Eine Geißel Gottes : Kulturhistorischer Roman aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, "Das Bergland-Buch", Salzburg, Wien, Leipzig, 1939

Literatur

Weblinks