Anton Wassmuth

Anton Wassmuth (* 5. Mai 1844 im Stift Tepl bei Marienbad; † 22. April 1927 in Graz) war ein österreichischer Physiker und Hochschullehrer.

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Leben

Der Fleischhauers- und Gastwirtssohn Anton Wassmuth, der sich schon in seiner Gymnasialzeit mit höherer Mathematik beschäftigt hatte, nahm nach erfolgreich abgelegter Matura die Studien Mathematik, Naturwissenschaften und Philosophie unter anderem bei Ernst Mach an der Karl-Ferdinands-Universität in Prag auf, 1866 erfolgte seine Promotion zum Dr. phil. Anton Wassmuth trat im gleichen Jahr eine Assistentenstelle am Kgl. Deutschen Landespolytechnikum in Prag an, 1870 wechselte er in selber Funktion an das k. k. Polytechnische Institut nach Wien.

Nachdem er sich 1871 für Elektrizität und Magnetismus an der Universität Wien habilitiert hatte, wurde ihm dort die Privatdozentur für Elektromagnetismus an der Philosophischen Fakultät übertragen. 1876 übernahm er die außerordentliche Professur für mathematische Physik an der neu errichteten Universität Czernowitz, 1882 erfolgte seine Beförderung zum ordentlichen Professor. 1890 nahm Wassmuth ein Angebot für dieselbe Professor an der Universität Innsbruck wahr, zusätzlich hatte er die Leitung des Instituts für mathematische Physik inne, 1891 wurde er zum Dekan der Philosophischen Fakultät gewählt. Wassmuth wechselte 1893 in selber Funktion an die Universität Graz, 1914 wurde er emeritiert.

Anton Wassmuth, der sich insbesondere mit Thermoelastizität, Elektromagnetismus und statistischer Mechanik beschäftigte, wurde 1885 als ordentliches Mitglied in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina, 1903 als ordentliches Mitglied in die Österreichische Akademie der Wissenschaften in Wien, aufgenommen.

Schriften

  • Über die Magnetisirbarkeit des Eisens bei höheren Temperaturen, 1881
  • Über den innern, aus der mechanischen Wärmetheorie sich ergebenden Zusammenhang einer Anzahl von elektromagnetischen Erscheinungen, k.k. Hof- und Staatsdruckerei, 1883
  • Die Elektrizität und ihre Anwendungen: In ihren Prinzipien für weitere Kreise dargestellt, G. Freytag, 1885
  • Ueber die Gewinnung der kanonischen Form der Zustandsgleichung aus der statischen Mechanik, Hölder, 1913
  • Grundlagen und Anwendungen der statistischen Mechanik, Ausgabe 2, 1922

Literatur

Weblinks