Antonie Schläger

Porträt Antonie Schläger (Ernst Klimt zugeschrieben)

Antonie Schläger (* 4. Mai 1859 in Simmering; † 29. August 1910 Türnitz; eigentlich Lautenschläger) war eine österreichische Opernsängerin (Sopran und Mezzosopran).

Leben

Schläger wuchs als Tochter eines Greißler-Ehepaars in ärmlichen Verhältnissen auf und war anfangs Arbeiterin in einer Schriftgießerei. 1876 wurde sie Choristin am Carltheater, da ihre Stimme auffiel, erhielt sie Gesangsunterricht. 1879 debütierte sie an diesem Theater. Nach einem Wechsel zur Operette gelangte sie zur Oper, wo sie 1882 als Valentine in der Oper Die Hugenotten von Giacomo Meyerbeer an der Hofoper ihr Debüt feierte. Sie war von 1883 bis 1896 Mitglied der Hofoper und sang dort unter anderem die Hauptrollen Leonore (Fidelio), Aida, Desdemona (Otello), Santuzza (Cavalleria rusticana) und Brünnhilde (Ring des Nibelungen). Ihr Schwerpunkt lag auf Werken Meyerbeers, Giuseppe Verdis und Richard Wagners. Insgesamt wirkte sie in rund 40 Opern mit. 1896 wurde sie k. k. Kammersängerin. Am 30. Dezember 1896 gab sie ihre Abschiedsvorstellung.

Antonie Schläger war mit einem Baron Theumer verheiratet. Sie besaß von 1893 bis 1901 eine Villa in der Hauptstraße 1 in Mauer. In ihrer Heimat Simmering betätigte sie sich als Wohltäterin für die Armen. 1910 starb sie auf ihrem Gut G'stettenhof in der Steinbachrotte 23 bei Türnitz. Sie wurde auf dem Türnitzer Friedhof beerdigt. An ihrem – 1957 abgerissenen – Geburtshaus in der Simmeringer Hauptstraße 95, dem sogenannten Fink-Haus, befand sich eine Gedenktafel zu ihren Ehren, die heute im Bezirksmuseum Simmering aufbewahrt wird. 1933 benannte man die Schlägergasse in Wien-Hietzing und 1954 die Lautenschlägergasse in Wien-Simmering nach ihr.

Literatur

Weblinks

 Commons: Antonie Schläger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien