Antonio de Oquendo

Antonio de Oquendo (* Oktober 1577 in San Sebastián; † 7. Juni 1639 in La Coruña) war ein spanischer Admiral

Statue des Antonio de Oquendo

Leben

Er war der zweite Sohne des Admirals Miguel de Oquendo. Der Sohn trat ebenfalls in die Marine ein und diente ab 1593 zunächst in der Galeerenflotte des Königsreichs Neapel unter Pedro de Toledo. Er wechselte 1600 in die spanische Flotte über. Er kommandierte 1604 zwei Schiffe, die bei Cádiz englische Freibeuter besiegten. Dies brachte ihm das Wohlwollen von Philipp III. ein. Seit 1607 kommandierte er das Biskaya-Geschwader. Mit diesem versuchte er aus Übersee kommende Silberflotten vor niederländischen Angriffen zu schützen. Im Jahr 1611 schützte begleite er erstmals eine Flotte von 36 Handelsschiffen bei ihrer Fahrt über den Atlantik. Eine zweite Reise 1613/14 war ebenfalls erfolgreich. Im Jahr 1623 folgte eine dritte Expedition über den Atlantik. Er sollte erneut Schiffe über den Atlantik geleiten und mit dem Silber rasch zurück kehren, weil in Spanien eine Finanzkrise herrschte. Er musste aber in Havanna überwintern und kam erst 1624 nach Spanien zurück. Er wurde verhaftet. Nach seiner Freilassung wurde ihm verboten wieder Silberflotten zu kommandieren und hatte eine hohe Strafe zu zahlen. Das Urteil wurde wieder aufgehoben. Er wurde 1626 zum Admiral des Ozeans ernannt. Im Jahr 1628 befreite er auf eigene Initiative die Stadt La Mamora in Marokko. Er nahm 1629 an der siegreichem Schlacht von St. Kitts teil. Im Jahr 1631 kommandierte er einen Truppentransport nach Brasilien, um Recife zurück zu erobern, die kurz zuvor von den Niederländern erobert worden war. Ein Seesieg bei Albrolhos ermöglichte die erfolgreiche Landung der Landtruppen. Im Jahr 1636 wurde er wegen eines Duells zeitweise verhaftet. Weil seine Flotte nicht einsatzfähig war, weigerte er sich 1637 die Flotte des Königreichs Neapel zu unterstützen. Als Strafe wurde er Gouverneur von Maó auf der Insel Menorca. Im Jahr 1639 wurde er zum Kommandeur einer großen Transportflotte zur Unterstützung der spanischen Truppen in den Niederlanden ernannt. Von der niederländischen Flotte wurde er in der Seeschlacht bei den Downs besiegt. Damit war die spanische Seemacht im Norden auf Dauer gebrochen. Verwundet und moralisch gebrochen kehrte er nach Spanien zurück, wo er kurze Zeit später starb.

Literatur

  • David Marley: Wars of the Americas : a chronology of armed conflict in the Western Hemisphere, 1492 to the present. Santa Barbara, 2008 S. 184