Arnold Schober

Arnold Schober (* 16. April 1886 in Windisch-Landsberg; † 15. August 1959 in Graz) war ein österreichischer Klassischer Archäologe.

Als Sohn eines Gutsinspektors machte er 1905 in Graz das Abitur. An der Karl-Franzens-Universität studierte er Klassische Archäologie und Neuere Kunstgeschichte bei Franz Winter und Josef Strzygowski. 1906 wurde er Mitglied des Corps Joannea Graz.[1] 1909 promovierte er in Graz bei Hans Schrader mit einer Dissertation über antike Pferdedarstellungen.

Studienreisen führten ihn nach Italien, Frankreich und Deutschland. Von 1910 bis 1912 nahm er an den Ausgrabungen in Elis und Ephesos teil. 1912 wurde er in Wien Assistent bei Emil Reisch. Seine Habilitation erfolgte mit der Arbeit Die römischen Grabsteine von Noricum und Pannonien. 1921 erhielt er die Venia legendi für Klassische Archäologie an der Universität Wien. 1927 wurde er a. o. Professor. 1935 wurde er an die Universität Graz berufen und dort ein Jahr später Nachfolger von Rudolf Heberdey. 1940 wurde er zum o. Professor ernannt. 1945 wurde Schober vorzeitig in den Ruhestand versetzt. Seine Forschungsschwerpunkte waren die provinzialrömische Kunst, die formengeschichtliche Entwicklung des griechischen und römischen Reliefs und die Kunstgeschichte Pergamons.

Schriften

  • Die Kunst von Pergamon. Wien 1951
  • Die Römerzeit in Österreich, an den Bau- u. Kunstdenkmälern dargestellt. Baden bei Wien 1935.
  • Der Fries des Hekateions von Lagina. Baden bei Wien 1933.
  • Die Römischen Grabsteine von Noricum und Pannonien. Wien 1923.

Literatur

Weblinks

Anmerkungen

  1. Kösener Corpslisten 1930, 50, 137