Ascher Ländchen

Das Ascher Ländchen (tschechische: Ašsko oder Ašský výběžek) ist eine historische Gebietsbezeichnung des Gebietes um Asch, heute in Tschechien.

Das Ascher Ländchen wird auch als Ascher Zipfel bezeichnet, womit auf die Form des Verlaufs der deutsch-tschechischen Grenze in diesem Bereich hingewiesen wird. Historisch hat sich das Ascher Ländchen aus dem Egerland herausentwickelt, dazu beigetragen haben die Vögte von Weida, die ihren Einflussbereich auszubauen versuchten. Daher rührt auch die Bezeichnung böhmisches Vogtland. Ähnlich dem benachbarten Schönbacher Ländchen ist das Ascher Ländchen ein weitgehend geschlossenes Gebiet. Als Lehensgebiet war es von Steuern und anderen Abgaben befreit. Neben den Vögten gewann die Familie von Neuberg zunehmend an Bedeutung und wurde als Erben von der Familie von Zedtwitz abgelöst, die bereits in der näheren Umgebung begütert war, u.a. mit dem Stammsitz im Hofer Land oder der südlich gelegenen Herrschaft Liebenstein (Libá). Auch nach der Übernahme durch Ferdinand I. behielt das Ascher Ländchen u.a. mit dem Verbleib beim protestantischen Glauben eine Sonderstellung.

Literatur

  • Karl Alberti: Das Evangelium im Ascher Lande, Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde Asch
  • Karl Alberti: Beiträge zur Geschichte der Stadt Asch und des Ascher Bezirkes, 4 Bände
  • Asch im Spiegel der Zeit. 2005.

Weblinks