Astheim (Volkach)

Astheim
Astheim
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Astheim ist ein Ortsteil der Stadt Volkach im Landkreis Kitzingen (Bayern, Deutschland). Astheim liegt gegenüber von Volkach in der Mainschleife und ist ein Winzerort. Bekannt ist seine Kartause.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Am 1. Januar 1972 wurde der bis dahin selbständige Ort in die Stadt Volkach eingegliedert.[1]

Denkmalgeschützte Bauwerke

In Astheim und Umgebung gibt es eine Vielzahl denkmalgeschützter Bauwerke, neben einzelnen Gebäuden auch Bildsäulen und Bildstöcke.

Kartause Marienbrück

In Astheim liegt die 1409 durch Erkinger von Seinsheim und Anna von Bibra als Grablege seiner Familie gegründete Kartause Marienbrück. Die Stiftung wurde von Kartäusermönchen besiedelt, die ein Kloster nach ihren Vorstellungen schufen. Das Kloster wurde 1803 im Rahmen der Säkularisation aufgehoben. Wesentliche Teile der Anlage wurden bereits im 19. Jahrhundert abgebrochen, erhalten ist die 1603 bis 1609 errichtete Kirche und das alte Priorat mit der Johanneskapelle von 1583. In der Kirche befindet sich ein spätbarocker Hochaltar aus den Jahren 1723/24 mit einem den Heiligen Bruno und die Gottesmutter darstellenden Altarbild von Oswald Onghers und ein Chorgestühl von 1606 mit barocken Ergänzungen und Aufsätzen von 1724.

In den Gebäuden befindet sich auch das Museum Kartause Astheim. Es wird als ein Diözesanmuseum vom Kunstreferat der Diözese Würzburg betrieben. Das Museum besteht seit 1999 und ist auf christliche Bildkultur spezialisiert. Gezeigt werden etwa 600 Objekte zu diesem Thema.

Mainschleifenbahn

In Astheim endet heute die Strecke der am 14. Februar 1909 eröffneten Mainschleifenbahn, die von hier nach Seligenstadt b.W. führt. Es handelt sich um eine der wenigen noch erhaltenen Nebenbahnen aus der Zeit der königlich-bayerischen Staatsbahn in Unterfranken, die an den Wochenenden als Museumsbahn mit historischen Schienenbussen aus den 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts betrieben wird. Die Weiche bei Seligenstadt wurde von der Deutschen Bahn ausgebaut, so dass die Mainschleifenbahn heute eine Inselbahn ist.

Naturschutzgebiet Astheimer Dürringswasen

Das Naturschutzgebiet Astheimer Dürringswasen wurde 1978 gegründet und im Jahre 2000 erweitert. Es wird im Volksmund auch „Weißer Sand“ genannt. Es handelt sich um das älteste Naturschutzgebiet im Landkreis Kitzingen. Zweck des Naturschutzgebietes ist die Erhaltung von Sandgrasheiden mit seltenen und gefährdeten Blütenpflanzen, Moos-, Pilz- und Flechtenarten und außerdem die Erhaltung der gefährdeten Silberscharte (Jurinea cyanoides).

Einzelnachweise

  1.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 472

Weblinks

49.86277777777810.215555555556Koordinaten: 49° 52′ N, 10° 13′ O