August Kargl

August Kargl (* 25. April 1898 in Langenlois; † 6. Jänner 1960 in Sanremo) war ein österreichischer Baumeister und Politiker (CS/ÖVP). Kargl war Abgeordneter zum Landtag von Niederösterreich sowie Landesrat und von 1945 bis 1960 Landeshauptmannstellvertreter in der Niederösterreichischen Landesregierung.

Kargl besuchte nach der Volksschule die Realschule in Waidhofen an der Thaya bevor er die Staatsgewerbeschule in Wien absolvierte. Er leistete zwischen 1916 und 1921 den Militärdienst, zuletzt als Leutnant[1]. ab, wobei er in italienische Kriegsgefangenschaft geriet und 1922 entlassen wurde. Nach der Ablegung der Baumeisterprüfung war Kargl ab 1924 Mitglied des Gemeinderats von Langenlois und gehörte vom 22. November 1934 und dem 6. Juli 1937 dem Ständischen Landtag von Niederösterreich an. Kargl wechselte am 6. Juli 1937 als Landesrat in die Landesregierung, der er bis zur Machtübernahme der Nationalsozialisten angehörte. Die Nationalsozialisten verhafteten Kargl und verschleppten ihn 1938 in das KZ Dachau. Danach wurde Kargl von 1939 bis 1941 zum Militärdienst eingezogen, 1944 wurde er erneut verhaftet.

Denkmal nächst südöstlichem Portal des Dürnsteiner Tunnels.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Kargl vom 17. Juli 1945 bis zum 12. Dezember 1945 Mitglied des Provisiorischen Landesausschusses und wurde am 12. Dezember 1945 zum Abgeordneten zum Landtag und Landeshauptmannstellvertreter gewählt. Er war in beiden Funktionen bis zum 6. Jänner 1960 aktiv. Zudem hatte Kargl zwischen 1946 und 1954 die Funktion des Präsidenten der Handelskammer Niederösterreich inne.

Ehrungen

Einzelnachweise

  1. Landeshauptmannstellvertreter Kommerzialrot Ing. August Kargl verstorben. In: Brand Aus, Heft 2/1960, S. 3 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/bra
  2. AAS 51 (1959), n. 1, p. 60.

Weblinks