August Schmidt (Musiker)

August Schmidt (* 9. September 1808 in Wien; † 13. Oktober 1891 ebenda) war ein österreichischer Musikschriftsteller, Journalist, Vereinsorganisator sowie Musiker.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Ausbildung und Beruf

August Schmidt, Sohn des Musikers sowie Staatsbeamten Adam August Schmidt (1777–1847), legte 1824 am Wiener Piaristengymnasium die Reifeprüfung ab. Schmidt, der bereits im Alter von fünf Jahren von seinem Vater Violinunterricht erhalten hatte, wurde in der Folge von Johann Baptist Henneberg und Ludwig Schwarzböck zum Sänger ausgebildet. 1828 trat er seinen Militärdienst an, 1834 wurde er in der Stellung eines Kassaoffiziers in die Staatsschuldenkassa überstellt. Nachdem er dort zum Kontrolleur aufgestiegen war, wurde er 1870 in den Ruhestand verabschiedet.

Wirken

Der aktive Musiker und Komponist von Liedern, Walzern und Konzertstücken für Violine trat insbesondere als Musikschriftsteller, Journalist und Vereinsorganisator hervor. August Schmidt beteiligte sich federführend an der Gründung der Philharmonischen Konzerte (1842), des Wiener Männergesang-Vereins (1843) und der gemischten Chorvereinigung Wiener Singakademie (1858). Schmidt, der seit 1836 Gedichte, Erzählungen und Reiseberichte in Zeitungen und Zeitschriften veröffentlichte, gründete 1841 die auf die Entwicklung des Wiener Musiklebens einflussreiche „Allgemeine Wiener Musikzeitung“, als deren Herausgeber und Redakteur er bis 1847 fungierte. Im Anschluss war er von 1852 bis 1854 als Korrespondent der „Süddeutschen Musik-Zeitung“ und von 1856 bis 1872 als Musikreferent des „Wanderers“ tätig.

August Schmidt veröffentlichte unter anderem 1848 sein musikbiographisches Sammelwerk Denksteine, 1860 Geschichte des Wiener Männergesang-Vereins sowie 1890 Monographie des Madrigals.

Werke

Literatur

Weblinks