August von Miller zu Aichholz

August von Miller zu Aichholz (* 17. Juni 1829 in Wien; † 24. Dezember 1899 ebenda) war ein österreichischer Industrieller, Mäzen und Privatgelehrter. Seine Familie war eine der bekanntesten der Ringstraßenepoche.

August war einer der Söhne des Großindustriellen Josef von Miller zu Aichholz und der Belgierin Marie Flore d’Heur. August war wirtschaftlich weniger aktiv als seine Brüder Vinzenz von Miller zu Aichholz (1827–1913), Viktor von Miller zu Aichholz (1845–1910) und Eugen von Miller zu Aichholz (1835–1919). August unternahm dafür ausgedehnte Bildungsreisen nach England, in die USA (1855) und in den Orient (1858–59), war Mitglied in verschiedenen Verwaltungsräten und gesellschaftlich sowie kulturell aktiv. Die „Deutsche Zeitung“ und das Wiener Stadttheater zählten ihn zu ihren Gründern, er unterstützte den Frauenerwerbsverein, war langjähriges Direktionsmitglied der Wiener Gesellschaft der Musikfreunde etc. August betrieb auch familiengeschichtliche Studien und schrieb ein 1907 publiziertes Lebensbild seines Vaters unter dem Titel "Esse quam videri" (Mehr sein als scheinen), dem Wappenspruch der Familie.

Literatur