Austrian Institute of Technology

Das AIT Austrian Institute of Technology (kurz: AIT) ist die größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung in Österreich. Sie betreibt mehrere Standorte in ganz Österreich.

Die Hauptgesellschaft hat mehrere Tochtergesellschaften:

  • Seibersdorf Labor GmbH
  • Nuclear Engineering Seibersdorf GmbH
  • LKR Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen GmbH
  • Österreichisches Forschungs- und Prüfzentrum Arsenal GmbH

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Im Jahre 1956 wurde die Österreichische Studiengesellschaft zur friedlichen Nutzung der Atomenergie gegründet, die auf einem Betriebsgelände von 110 ha in Seibersdorf (südöstlich von Wien) das Österreichische Reaktorzentrum Seibersdorf errichtete. Zentrales Forschungsgerät war der Adaptierte Schwimmbecken-Typ-Reaktor Austria (ASTRA), der erste Forschungsreaktor in Österreich. Neben Instituten für Elektronik, Physik, Chemie, Metallurgie und Strahlenschutz wurde auch ein Zwischenlager für niederradioaktive Abfälle errichtet.

Als nach der Volksabstimmung über das Kernkraftwerk Zwentendorf 1978 der Kernkraft zur Energiegewinnung in Österreich abgesagt wurde, verstärkte das nunmehrige Forschungszentrum Seibersdorf seine Entwicklungen auf verschiedenen anderen Sachgebieten.

Auch die Zusammenarbeit mit der Industrie wurde verstärkt, so dass nunmehr zumeist Anwendungsforschung betrieben wird. Der Kernreaktor wurde im Jahr 2004 stillgelegt. Im Rahmen der ursprünglichen Aufgabe betreibt ein Labor die Dosimetrie für große Teile Österreichs. Auch für den Strahlenschutz existiert die Strahlenschutzakademie, die die Ausbildung von Strahlenschutzbeauftragten, aber auch für die Behörden, Feuerwehr und anderen Hilfsorganisationen (BOS) und das Bundesheer durchführt.

Auch die IAEA, die ihren Sitz in Wien hat betreibt Labors auf dem Gelände. Die Verwaltungszentrale hat ihren Sitz in Wien-Donaustadt.

Die Eigentümer sind zu 50,46 % die Republik Österreich (Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie) und die Industriellenvereinigung Österreich mit 49,54 %. 2006 wurde die Geschäftsführung zum Teil neu besetzt und die Aufteilung in eine Holding rückgängig gemacht, in dem die ehemaligen Tochtergesellschaften wieder in einer GmbH vereinigt wurden. Die offizielle Firmenbezeichnung wurde daraufhin auf Austrian Research Centers GmbH - ARC geändert.

Da die Anlagen weit entfernt von Ballungszentren errichtet wurden, fahren eigene Busse von und nach Wien, die die 850 Mitarbeiter jeden Tag zu ihren Arbeitsstätten bringen. Auch die Internationale Atomenergieorganisation transportiert ihre in Seibersdorf auf dem gleichen Gelände angestellten Mitarbeiter täglich durch Busse aus Wien ebendorthin und zurück.

Mit 15. Juni 2009 wurden die früheren Austrian Research Centers GmbH - ARC in Austrian Institute of Technology umbenannt[1].

Aufsichtsratsvorsitzender ist der ehemalige Finanzminister Hannes Androsch.

Standorte

  • Wien (Tech Gate Vienna, TECHbase Wien, Muthgasse)
  • Seibersdorf
  • Wiener Neustadt
  • Ranshofen
  • Hall in Tirol
  • Leoben (Technologie Transfer Zentrum Leoben)
  • Graz
  • Klagenfurt
  • Tulln

Einzelnachweise

  1. http://science.orf.at/science/links/156028

Weblinks