Austrosozialismus

Austrosozialismus steht stellvertretend für die Politik der SPÖ unter den Konditionen Österreich-Ungarns und der ersten österreichischen Republik. Der Austrosozialismus hatte zum Ziel, Österreich zu einem demokratischen Bundesstaat autonomer Nationen zu wandeln.

Geschichte

Anfangs prägten Konflikte zwischen einem lassalleanischen und einem anarchosozialistischen Flügel die Politik der SPÖ. 1888 wurde auf dem Parteitag zu Hainfeld unter der Führung Victor Adlers die SPÖ vereinigt. Von diesem Zeitpunkt an wandelte sich die Politik der SPÖ zum Austromarxismus.

Beeinflusst von Wahlrechtskämpfen in Belgien und der 1. russischen Revolution, wurden von dem Austrosozialismus große Demonstrationen unternommen, die im November 1905 in einem Streik für das Wahlrecht gipfelten.

Einzelnachweise

  • Karl Römer (Redakteur): Lexikon zur Geschichte und Politik im 20. Jahrhundert (Erster Band), Kiepenheuer & Witsch, 1971, S. 60

Literatur

  • Karl R. Stadler: Die österreichische Linke : Vom Austromarxismus zum Austrosozialismus. ÖBV, Wien, 1985.