Axel Borsdorf

Axel Borsdorf (* 8. März 1948 in Volmerdingsen) ist ein deutscher Geograph und seit 1991 Universitätsprofessor an der Universität Innsbruck. Er ist zugleich auch Direktor des Instituts für Gebirgsforschung: Mensch und Umwelt der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Leben

Borsdorf belegte von 1968 bis 1974 ein Studium der Fächer Geographie, Germanistik, Geologie sowie Vor- und Frühgeschichte an den Universitäten Göttingen, Valdivia/Chile und Tübingen. 1976 erfolgte die Promotion zum Dr. phil. bei Herbert Wilhelmy in Tübingen, und 1985 die Habilitation und venia legendi für Geographie in Tübingen. 1991 erhielt er einen Ruf auf den Lehrstuhl für Geographie, Universität Innsbruck als Nachfolger von Adolf Leidlmair.

Er erhielt zudem Gastprofessuren an der University of Oregon, Eugene/OR, Chulalongkorn University, Bangkok, Universität Bern, Universidad de Chile, Santiago, Pontificia Universidad Católica de Chile, Santiago und der Autónoma Universidad de Tamaulipas, Mexiko. Von 1999 bis 2006 war Borsdorf Direktor des Instituts für Stadt- und Regionalforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Er ist seit 2006 Direktor des Instituts für Gebirgsforschung: Mensch und Umwelt der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Borsdorf ist wirkliches Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und war von 2002 bis 2006 Präsident der Österreichischen Geographischen Gesellschaft. Weiterhin ist er Mitglied des Österreichischen Nationalkomitees Alpenforschung, des Österreichischen Nationalkomitees Man and Biosphere und Vorsitzender des Verbandes der wissenschaftlichen Geographie Österreichs.

In seiner wissenschaftlichen Arbeit widmet er sich der Gebirgsforschung und der Siedlungsgeographie. Seine regionalen Schwerpunkte sind Europa und Lateinamerika.

Borsdorf ist Herausgeber und Mitglied des Redaktionsbeirats mehrerer Fachpublikationen.

Werke (Auswahl)

  • Chile und die Osterinsel. Kunst- und Reiseführer mit Landeskunde und Exkursionsvorschlägen. Stuttgart/Berlin/Köln/Mainz 1987.
  • Grenzen und Möglichkeiten der räumlichen Entwicklung in Westpatagonien am Beispiel der Region Aisén. Natürliches Potential, Entwicklungshemmnisse und Regionalplanungsstrategien in einem lateinamerikanischen Peripherieraum. In: Deutsche Ibero-Amerika-Stiftung (ed.). Acta Humboldtiana 11, Stuttgart 1987
  • Dritte Welt und Weltwirtschaft. Kurswissen Geographie. Stuttgart. (6. Auflage 1998).
  • Lateinamerika - Krise ohne Ende? Innsbrucker Geographische Studien 21, Innsbruck.
  • Geographisch denken und wissenschaftlich arbeiten. 2. Auflage. Berlin/Heidelberg 2007.
  • mit G. Krömer, C. Parnreiter (eds.): Lateinamerika im Umbruch. Geistige Strömungen im Globalisierungsstress. Innsbrucker Geographische Studien 32, Innsbruck 2005.
  • mit P. Zembri (Hrsg.): Structures. European Cities: Insights on Outskirts. Paris 2004.
  • mit C. Parnreiter: International Research on Metropolises. Milestones and Frontiers. ISR Forschungsberichte 29, Wien 2003.
  • mit H. Wilhelmy Die Städte Südamerikas. Teil 1: Wesen und Wandel. Urbanisierung der Erde 3/1. Stuttgart/Berlin 1984.
  • mit H. Wilhelmy: Die Städte Südamerikas. Teil 2: Die urbanen Zentren und ihre Regionen. Urbanisierung der Erde 3/2. Stuttgart/Berlin 1985.
  • mit H. Eck: Hindelang - Oberjoch. Wandern rund um den Jochpaß. Bergatreute. 2. erg. Aufl. Bergatreute 1999.
  • mit J. Stötter, E. Veulliet: Managing Alpine Future. Austrian Academy of Sciences Press, Vienna 2008, ISBN 978-3-7001-6571-2
  • mit U. Tappeiner, E. Tasser: Mapping the Alps. Alpenatlas. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, ISBN 978-3-8274-2004-6
  • mit V. Braun, G. Grabherr, B. Scott, J. Stötter: Challenges for Mountain Regions. Tackling Complexity. Böhlau, Vienna 2010, ISBN 978-3-205-78652-8.
  • mit O. Bender: Allgemeine Siedlungsgeographie. Böhlau, Vienna 2010, ISBN 978-3-8252-3396-9. (UTB-Geographie)

Weblinks