BBÖ 2070/s

BBÖ 2070/s / ÖBB 2093
2093.01 im Bahnhof Pfaffenschlag
2093.01 im Bahnhof Pfaffenschlag
Nummerierung: BBÖ: 2070/s.01
ÖBB: 2093.01
Anzahl: 1
Hersteller: Grazer Waggonfabrik, Siemens-Schuckert/Wien
Baujahr(e): 1930
Ausmusterung: 1991
Achsformel: Bo'Bo'
Spurweite: 760 mm (Bosnische Spur)
Länge über Puffer: 9.650 mm
Gesamtradstand: 7.000 mm
Dienstmasse: 28,9 t
Reibungsmasse: 28,9 t
Radsatzfahrmasse: 7,25 t
Höchstgeschwindigkeit: 40 km/h
Dauerleistung:  ? kW, 111 A, 278 V
Anfahrzugkraft: 42,1 kN
Treibraddurchmesser: 860 mm
Zylinderanzahl: 8 / V 90°
Zylinderdurchmesser: 150 mm
Kolbenhub: 190 mm
Motorentyp: gD62
Nenndrehzahl: 612/min
Anzahl der Fahrmotoren: 4
Antrieb: dieselelektrisch
Zugsicherung: keine

Die BBÖ 2070/s war eine Schmalspur-Diesellokomotive der BBÖ bzw. ÖBB.

Sie wurde 1927 von der Grazer Waggonfabrik gebaut. Die Lok blieb ein Einzelstück. Sie war das Schmalspur-Pendant zur BBÖ 2020.01, war die erste österreichische Diesellokomotive, die im planmäßigen Einsatz stand, und wurde lange Zeit auf der Ybbstalbahn zwischen Waidhofen und Kienberg-Gaming bzw. Ybbsitz eingesetzt. Später wurde sie noch jahrzehntelang auf dem St. Pöltner Netz (Mariazellerbahn St. Pölten–Mariazell–Gusswerk und Zweigstrecke Ober-GrafendorfWieselburg an der ErlaufGresten) betrieben.

Die 2070/s.01 zeigte im Einsatz dieselben motorischen Probleme wie die 2020.01. Ein Grund für ihre lange Einsatzdauer war, dass die abgestellte 2020.01 als Ersatzteilspender fungierte. 1947/48 wurden aber Motor und Generator ausgetauscht, womit die Probleme zumindest gemildert waren.

Die ÖBB bezeichnete sie ab 1953 als 2093.01. 1961 wurden die Stirntüren geschlossen und ein dritter Stirnscheinwerfer eingebaut. Ab 1963 wurde sie hauptsächlich im Verschub eingesetzt. Da sie dafür nicht gebaut worden war, litten die Fahrmotoren sehr. 1964 wurden die Heizdampfkessel gegen Webasto-Geräte getauscht.

1991 wurde sie ausgemustert, 1992 an den Museumsbahnverein ÖGLB verkauft.

Sie war zunächst tannengrün, in den 1960er-Jahren erhielt sie einen blutorange/elfenbeinfarbigen Anstrich. Schließlich war sie nur blutorange.

Heute ist die Lok museal aufgearbeitet bei der ÖGLB wieder in tannengrüner Farbgebung auf der Ybbstalbahnbergstrecke im Einsatz.

Literatur

  • Erich Doleschal, Heinz Gerl, Helmut Petrovitsch, Wilhelm Saliger: Triebfahrzeuge österreichischer Eisenbahnen – Diesel-Lokomotiven und Dieseltriebwagen, alba-Verlag, Düsseldorf 1993, ISBN 3-87094-150-2
  • Markus Inderst: Bildatlas der ÖBB-Lokomotiven. Alle Triebfahrzeuge der Österreichischen Bundesbahnen. GeraMond, München 2010, ISBN 978-3-7654-7084-4