Bahnhof Spielfeld-Straß

Bahnhof Spielfeld-Straß
Spielfeld-Straß-Bf-01.jpg
Daten
Betriebsart Fernverkehrshalt und Nahverkehrsknoten
Bahnsteiggleise 4
Abkürzung Sd
Eröffnung 1848
Lage
Ort Spielfeld (Steiermark)
Bundesland Steiermark
Staat Österreich
Koordinaten 46° 42′ 35,1″ N, 15° 37′ 45″ O46.7097515.629166666667Koordinaten: 46° 42′ 35,1″ N, 15° 37′ 45″ O
Höhe 263 m ü. A.
Eisenbahnstrecken
Liste der Bahnhöfe in Österreich

i1i3i7i12i14i16i15i16i17

Der Bahnhof Spielfeld-Straß ist der Grenzbahnhof der österreichischen Südbahn bzw. der Triester Bahn, nahe der slowenischen Grenze in der südlichen Steiermark. Neben dem Bahnhofsgebäude der ÖBB befindet sich auch eine Vertretung der Slowenischen Eisenbahnen (Slovenske železnice, kurz „SŽ“), die den Bahnhof in ihren Kursbüchern und in den Handbüchern für Bedienstete unter dem Namen Železniška postaja Špilje führen.

Inhaltsverzeichnis

Lage und Bedeutung

Der Bahnhof befindet sich in der Gemeinde Spielfeld, am rechten Ufer der Mur und ist etwa 2,2 Kilometer von der eigentlichen Staatsgrenze und 4,5 Kilometer vom slowenischen Grenzbahnhof Šentilj entfernt. Die andere namensgebende Marktgemeinde Straß in Steiermark befindet sich etwa 2 Kilometer nördlich.

Der Bahnhof ist bei Bahnkilometer 257,9 der Südbahn (von Wien aus) bzw. bei km 615 jugoslawischer Kilometrierung (von Belgrad aus) auf 263 Meter über Adria positioniert. Ferner ist der Bahnhof Ausgangspunkt der Radkersburger Bahn, die nach Osten über die Murbrücke nach Bad Radkersburg führt.

In Spielfeld-Straß hielten zwischen 1918 und dem Beitritt Sloweniens zu den Schengener Abkommen im Dezember 2007 alle internationalen Züge zum Personalwechsel und zur Passkontrolle. Die Zollkontrollen fielen bereits im Mai 2004 weg.

Personenverkehr

Der Pendolino InterCity Slovenija und die S-Bahn S51 nebeneinander im Bahnhof Spielfeld-Straß von Norden aus fotografiert. Ganz links ist der Hausbahnsteig zu sehen.

Nationale Züge

Richtung Graz und Bad Radkersburg (ÖBB)

  • S-Bahn  S5  nach Graz
  • S-Bahn  S51  nach Bad Radkersburg
  • REX (Regionalexpress) Graz–Spielfeld-Straß(–Bad Radkersburg)

Richtung Maribor ()

  • IC (InterCity Slovenija) Nr. S2 18 aus Ljubljana (seit 2012 Pendolino)
  • IC (InterCity Slovenija) Nr. S2 19 nach Ljubljana (seit 2012 Pendolino)
  • R (Regionalzüge) Spielfeld-Straß–Maribor(–Ruše)

Internationale Züge

  • EC EuroCity „Emona“ Wien/Dunaj–Ljubljana/Laibach und retour
  • EC EuroCity „Croatia“ Wien–Zagreb und retour

Infrastruktur

Die Bahnhofsanlage weist neben dem Bahnhofsgebäude mit einem Hausbahnsteig (Bahnsteig 1) und dem ehemaligen Zollgebäude zwei nicht überdachte Inselbahnsteige (2/3 und 4/5) mit Zugang über einen schienengleichen Übergang auf, die zu den insgesamt vier Personengleisen führen. Ein fünftes Gleis dient als Güterzugsgleis.

An den Bahnhof ist eine Park&Ride-Anlage mit Stellplätzen für 80 PKW, 10 Motorräder und 50 Fahrräder.

In der Station existiert ein Fahrkartenautomat, ein Warteraum und eine öffentliche WC-Anlage. Der Bahnhof ist nur beschränkt behindertengerecht.[1]

Die Bahnstrecke ist seit Reparationsleistungen am Ende des Zweiten Weltkrieges zwischen Leibnitz und Maribor eingleisig. Der zweigleisige Ausbau des Abschnitts Leibnitz–Spielfeld-Straß ist derzeit im Gange.

Oberleitung und Bahnstrom

Im Mai 1972 wurde die Strecke zwischen Graz Hbf und Spielfeld-Straß elektrifiziert, im Mai 1977 die Strecke über die Staatsgrenze nach Maribor. Spielfeld-Straß ist Trennstelle des Bahnstromsystems, da in Österreich mit 15 kV, 16,7 Hz Wechselstrom, in Slowenien hingegen mit 3 kV Gleichstrom angespeist wird.

Abschnitte des Oberleitungssystems im Bahnhof

Die Oberleitung ist im gesamten Bahnhofsbereich auf die momentan benötigte Spannung bzw. Frequenz umschaltbar.[2]

  • Einfahrsignal Nord
Oberleitung Nord: Normalschaltung 15 kV, 16,7 Hz Wechselstrom
Oberleitung Mitte: Schutzstrecke, isoliert und geerdet
Oberleitung Süd: Normalschaltung 3 kV Gleichstrom
  • Einfahrsignal Süd

Loktausch ohne Umschaltung der Oberleitung

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Von der Systemumschaltung der Oberleitung wird nur selten Gebrauch gemacht. Da bei internationalen Zügen ein Loktausch erfolgt, bügeln die Loks vor dem Einfahren in den Bahnhof ab, damit die Oberleitung auf Normalschaltung belassen werden kann. Der einfahrende Zug rollt dabei mit der verbliebenen kinetischen Energie bis zur Tauschlok für die Weiterfahrt, die bereits am entsprechenden Gleis wartet. Die systemfremde Lok wird dann vom Zug abgekoppelt und an die Tauschlok gehängt. Diese schleppt sie zum rangieren bis hinter die entsprechenden Weichen ab. Die Waggons verbleiben eingebremst am Bahnsteig, die Fahrgäste können ein- bzw. aussteigen. Nachdem die systemfremde Lok abgeschleppt wurde, werden die Weichen umgestellt und die beiden Loks wieder voneinander abgekoppelt. Danach schiebt die Tauschlok die systemfremde Lok an und bremst kurz darauf, ohne die umgestellten Weichen zu überfahren. Die systemfremde Lok rollt dadurch auf einem anderen Gleis mittels kinetischer Energie in das passende Stromsystem, sodass der Stromabnehmer wieder angelegt werden kann. Daraufhin werden die Weichen wieder so gestellt, dass die Tauschlok zu den zuvor abgekoppelten Waggons fahren kann. Diese wird angehängt und die Fahrt wird fortgesetzt. Dieser Vorgang nimmt insgesamt 12 Minuten ein.

Weblinks

 Commons: Bahnhof Spielfeld-Straß – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ÖBB: Beschreibung des Bahnhofs Spielfeld Straß
  2. Spielfeld-Straß ist ein Systemwechselbahnhof vom Typ A (Bahnhof mit einem oder mehreren umschaltbaren Gleisen)