Bahnstrecke Salzburg–Lamprechtshausen

Salzburg–Lamprechtshausen
Ein Zug der S1 in der Haltestelle Pabing
Ein Zug der S1 in der Haltestelle Pabing
Streckennummer (ÖBB): 210
Streckenlänge: 25,598 [1] km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Streckenklasse: D 4 (ausgenommen Tunnelstrecke)
Stromsystem: 1000 Volt =
Maximale Neigung: 50 
Minimaler Radius: 140 m
Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h
BSicon .svgBSicon exSTR.svg
von Hangender Stein
BSicon tKDSTa.svgBSicon exSTR.svg
- 0,5 Wendeanlage
BSicon tBHF.svgBSicon exSTR.svg
- 0,1 Salzburg Lokalbahnhof (seit 1996) 426 m ü. A.
BSicon tKMW.svgBSicon exBHF.svg
0,0 Salzburg Lokalbahnhof (bis 1996)
BSicon TUNNELe.svgBSicon exSTR.svg
0,1
BSicon ÜST.svgBSicon exSTR.svg
0,1 Üst Tunnelrampe
BSicon eABZrg.svgBSicon exSTRrf.svg
BSicon eABZrf.svgBSicon .svg
Salzkammergut-Lokalbahn nach Bad Ischl
BSicon DST.svgBSicon .svg
0,4 Remise Itzling
BSicon ÜSTr.svgBSicon .svg
0,5 Üst Remise
BSicon ABZlg.svgBSicon .svg
0,8 von Salzburg Hbf
BSicon BHF.svgBSicon .svg
0,9 Salzburg Itzling
BSicon ÜSTl.svgBSicon .svg
1,1 Üst Salzburg Itzling
BSicon KMW.svgBSicon .svg
1,5 Ende zweigleisiger Abschnitt
BSicon HST.svgBSicon .svg
1,7 Maria Plain-Plainbrücke
BSicon HST.svgBSicon .svg
2,5 Hagenau
BSicon BHF.svgBSicon .svg
3,5 Bergheim
BSicon HST.svgBSicon .svg
4,4 Schlachthof
BSicon HST.svgBSicon .svg
5,5 Muntigl
BSicon HST.svgBSicon .svg
6,5 Siggerwiesen
BSicon BHF.svgBSicon .svg
8,5 Anthering 403 m ü. A.
BSicon HST.svgBSicon .svg
10,0 Acharting
BSicon HST.svgBSicon .svg
13,9 Pabing
BSicon BHF.svgBSicon .svg
14,9 Weitwörth-Nußdorf
BSicon HST.svgBSicon .svg
16,0 Oichtensiedlung
BSicon HST.svgBSicon .svg
17,0 Oberndorf Stadt
BSicon BHF.svgBSicon .svg
17,6 Oberndorf Bahnhof
BSicon HST.svgBSicon .svg
19,4 Ziegelhaiden
BSicon HST.svgBSicon .svg
21,3 Arnsdorf
BSicon ABZrg.svgBSicon .svg
von Trimmelkam
BSicon BHF.svgBSicon .svg
23,0 Bürmoos
BSicon HST.svgBSicon .svg
24,2 Zehmemoos
BSicon KBHFe.svgBSicon .svg
25,1 Lamprechtshausen 435 m ü. A.

Die Bahnstrecke Salzburg–Lamprechtshausen, meist als Lokalbahn bezeichnet, ist eine 25,598 Kilometer lange Nebenbahn in Österreich. Die normalspurige und elektrifizierte Strecke führt vom Salzburger Lokalbahnhof nach Lamprechtshausen. Betrieblich eng verbunden ist sie mit der in Bürmoos abzweigenden Zweigstrecke nach Trimmelkam. Beide Bahnen werden heute von der Salzburg AG unter der Marketingbezeichnung Salzburger Lokalbahn (SLB) betrieben. Der Lamprechtshausener Ast ist als S1 in das Netz der S-Bahn Salzburg integriert, die Züge von und nach Trimmelkam verkehren – teilweise durchgehend bis Salzburg – als S11. Früher wurde die Bahn in Anlehnung an die Farbgebung der Fahrzeuge auch Rote Elektrische genannt.

Im Süden bestand bis 1953 eine Fortsetzung durch die vom gleichen Unternehmen betriebene Lokalbahn Salzburg–Hangender Stein samt Zweigstrecke nach Parsch, zur Abgrenzung von dieser Südlinie beziehungsweise Südlokalbahn genannten Strecke bezeichnete man den Lamprechtshausener Ast früher auch als Nordlinie beziehungsweise Nordlokalbahn. Der Südast war wiederum eng mit der ebenfalls stillgelegten Straßenbahn Salzburg (Gelbe Elektrische) und der ehemaligen Bahnstrecke Berchtesgaden–Hangender Stein (Grüne Elektrische) verknüpft.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Lokalbahn in den Flachgau wurde ursprünglich als Dampfstraßenbahn betrieben, sie wurde von der früheren Salzburger Eisenbahn- und Tramwaygesellschaft (SETG) in zwei Teilabschnitten in Betrieb genommen:

Später wurde die Strecke wie folgt mit 1000 Volt Gleichstrom elektrifiziert:

  • 1. Juli 1909: Salzburg Lokalbahnhof–Remise Itzling
  • 26. August 1923: Remise Itzling–Maria Plain
  • 15. Mai 1927: Maria Plain–Bergheim
  • 4. Mai 1947: Bergheim–Anthering
  • 16. November 1948: Anthering–Oberndorf Bahnhof
  • 13. Jänner 1950: Oberndorf Bahnhof–Lamprechtshausen

Nach der 1948 erfolgten Abwicklung der SETG waren die Städtischen Verkehrsbetriebe Salzburg für die Strecke zuständig, die wiederum 1950 in den Salzburger Stadtwerken aufgingen.

Nachdem die Lokalbahn in den 1970er-Jahren als einstellungsgefährdet galt, gelang es den Verantwortlichen die Strecke zu modernisieren und ihre Zukunft zu sichern. Markanteste Ausbaumaßnahme war dabei die Errichtung einer neuen unterirdischen Endstation in Salzburg, diese ging 1996 in Betrieb. Weiter ist geplant, die Strecke als Regionalstadtbahn in den Salzburger Süden zu verlängern und mit der Bahnstrecke Rosenheim–Salzburg zu verknüpfen.

Galerie

Literatur

  • Alois Fuchs: Salzburger Nahverkehr, Verlag A. Winter, Salzburg 1986, ISBN 3-85380-053-X
  • Heinrich Harrer, Bruce Holcomb: Salzburger Lokalbahnen, Verlag Slezak, Wien 1980, ISBN 3-900134-14-6
  • Gunter Mackinger: Die elektrische Lokalbahn in Salzburg, Verlag Pospischil, Wien 1992
  • Gunter Mackinger: Die Salzburger Lokalbahn – Gestern Heute Morgen, Salzburger Stadtwerke, Salzburg 1996

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Schienennetznutzungsbedingungen der Salzburger Lokalbahn
  2. Concessionsurkunde vom 10. April 1895, für die Localbahn von Salzburg nach Lamprechtshausen.