Baldramsdorf

Baldramsdorf
Wappen von Baldramsdorf
Baldramsdorf (Österreich)
Baldramsdorf
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Kärnten
Politischer Bezirk: Spittal an der Drau
Kfz-Kennzeichen: SP
Fläche: 37,98 km²
Koordinaten: 46° 48′ N, 13° 27′ O46.80111111111113.453333333333584Koordinaten: 46° 48′ 4″ N, 13° 27′ 12″ O
Höhe: 584 m ü. A.
Einwohner: 1.882 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 49,55 Einw. pro km²
Postleitzahl: 9805
Vorwahl: 0 47 62
Gemeindekennziffer: 2 06 02
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Nr. 53, 9805 Baldramsdorf
Website: www.baldramsdorf.at
Politik
Bürgermeister: Heinrich Gerber (SPÖ)
Gemeinderat: (2009)
(15 Mitglieder)
7 SPÖ, 6 FPK, 2 ÖVP
Lage der Gemeinde Baldramsdorf im Bezirk Spittal an der Drau
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Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Baldramsdorf ist eine Gemeinde mit 1882 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im Bezirk Spittal an der Drau in Kärnten.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Die Gemeinde Baldramsdorf liegt wenige Kilometer westlich der Bezirkshauptstadt Spittal an der Drau. Das Gemeindegebiet nimmt den südlichen Teil des Lurnfelds ein und erstreckt sich vom Goldeck bis zur Drau.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet ist in die Katastralgemeinden Baldramsdorf und Gschieß gegliedert und umfasst folgende zehn Ortschaften (in Klammern Wohnbevölkerung Stand 2001):

  • Baldramsdorf (529)
  • Faschendorf (43)
  • Gendorf (330)
  • Goldeck (2)
  • Lampersberg (1)
  • Oberaich (17)
  • Rosenheim (380)
  • Schüttbach (68)
  • Schwaig (94)
  • Unterhaus (355)

Nachbargemeinden

Lurnfeld Lendorf Seeboden
Sachsenburg Nachbargemeinden Spittal an der Drau
Kleblach-Lind Stockenboi

Geschichte

1. Kärntner Handwerksmuseum im Schloss Unterhaus-Baldramsdorf
Herrenhaus mit Teilen der alten Burg in Rosenheim
Ruine Ortenburg

Die Orte Baldramsdorf und Gschieß wurden in einer Schenkungsurkunde aus dem Jahr 1166 erstmals erwähnt, die Ortenburg wurde bereits 1093 erstmals genannt. Ab Ende des 12. Jahrhunderts war Baldramsdorf wie auch die benachbarten Siedlungen bis in das 15. Jahrhundert im Besitz der Grafschaft Ortenburg. Mit dem Bau des Schlosses Porcia in Spittal verlor die Burg an bedeutung und verfiel zur Ruine.

Hannibal Alphons Fürst von Porcia stiftete im Jahr 1710 das Paternschloss als Hieroymitenkloster zur Bekämpfung des Geheimprotestantismus; in den Gebäuden des inzwischen aufgelassenen Klosters wurde 1977 das erste Kärntner Handwerksmuseum eröffnet.

Baldramsdorf wurde 1851 selbständige Gemeinde, zehn Jahre später vorübergehend in die Großgemeinde Spittal eingegliedert, bis sie 1886 wieder die Eigenständigkeit erlangte.

Bevölkerung

Laut Volkszählung 2001 hat Baldramsdorf 1.819 Einwohner, davon sind 97,9 % österreichische Staatsbürger. 85,0 % der Bevölkerung bekennen sich zur römisch-katholischen und 7,5 % zur evangelischen Kirche, 0,9 % sind islamischen Glaubens. 5,3 % ist ohne religiöses Bekenntnis.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche Hl. Martin, spätgotischer Bau, Anfang des 12. Jahrhunderts erstmals urkundlich erwähnt[1]
  • Ruine Ortenburg mit Marhube (Asphaltierte Auffahrt von Unterhaus)
  • Herrenhaus in Rosenheim mit integrierten Teilen der alten Burg
  • Paternschloss in Unterhaus mit dem Kärntner Handwerksmuseum

Politik

Gemeinderat und Bürgermeister

Der Gemeinderat von Baldramsdorf hat 15 Mitglieder und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2009 wie folgt zusammen:

Direkt gewählter Bürgermeister ist Heinrich Gerber (SPÖ).

Wappen

Die Berechtigung zur Führung eines Wappens wurde der Gemeinde am 8. August 1966 anlässlich ihrer 800-Jahr-Feier der ersten urkundlichen Erwähnung verliehen. Das Wappen zeigt einen goldenen Engelsflügel auf blauem Grund und geht auf das Wappen der Grafen von Ortenburg zurück, das drei Engelsflügel zeigte.[2]

Zur Entstehung des Wappens ist eine Sage überliefert. Laut dieser musste ein junger Graf eine Pilgerfahrt ins Heilige Land unternehmen und ein geweihtes Andenken als Liebesbeweis mitbringen, um eine Gräfin heiraten zu dürfen. Er brachte auch einen Span vom Kreuz Christi mit, jedoch ging dieser auf der Überfahrt über das Meer in einem Sturm verloren. Er kehrte nun betrübt zur Gräfin zurück und wollte ihr sein Scheitern gestehen, als sie ihm den Span zeigte. Diesen hatte ein Bote - der als Engel angesehen wurde - gebracht. Daraufhin heirateten die beiden und gründeten den Ort Spanheim. Aus den Spanheimern gingen wiederum die Ortenburger hervor.

Persönlichkeiten

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Dehio-Handbuch Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, S. 46
  2. Wilhelm Deuer: Die Kärntner Gemeindewappen. Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2006, ISBN 3-900531-64-1, S. 58