Bataillon 12. Februar

Das Bataillon 12. Februar war eine Einheit überwiegend österreichischer Freiwilliger in den Internationalen Brigaden im Spanischen Bürgerkrieg. Das Bataillon wurde im Juni 1937 aufgestellt. Ab Sommer 1937 war es Teil der XI. Internationalen Brigade (Thälmann) mit dem Thälmann-Bataillon, dem Edgar-André-Bataillon und dem Hans-Beimler-Bataillon.[1] Mit 1500 Kämpfern bildete es im Verhältnis zur Größe der Bevölkerung des Herkunftslandes das größte Bataillon internationaler Kämpfer. 220 Angehörige des Bataillons starben. Der Name „12. Februar“ bezieht sich auf den Ausbruch des Österreichischen Bürgerkriegs gegen die Dollfuß-Diktatur im Jahr 1934 an eben jenem Tag.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Erster Kommandeur des Bataillons war vom Juni bis zum August 1937 Harry Hellfeld. Weitere Kommandeure waren Karl Bauer (Aug. - Okt. 1937), Emil Reuter (Okt. - März. 1937), Karl Rimbach (März. - April. 1938), Adolf Reiner (April. - Aug. 1938) und Willy Benz (Aug. - Jan. 1939). Polit-Kommissar war bei der Formierung des Bataillons Walter Knobloch. Weitere Polit-Kommissare waren Leo Wurzel (Aug. - Sept. 1937) und Paul Steiner (Okt. - Juli. 1938) und spanische Polit-Kommissare.[2]

Das Bataillon kämpfte im Juli 1937 in der Schlacht von Brunete. Am 20. Juli kämpfte das Bataillon knapp vor Quijorna vor einer Brücke, wobei sich der Bataillonsstab unter der Brücke befand. Am 30. September 1937 wurde das Bataillon von der Front abgezogen und nach Villalba de Madrid verlegt. In der Nähe von El Escorial erfolgte eine Ausbildung mit Panzern. Bei der Schlacht von Belchite kämpfte das Bataillon bei Quinto am Ebro, östlich von Belchite. Dort konnte das Bataillon militärische Erfolge erzielen, die aber teuer erkauft wurden. Am 4. September 1937 befand sich das Bataillon bei Mediana, 30 Kilometer vor Saragossa. Der Bataillonsstab befand sich beim weißen Haus von Mediana.[3]

Herkunft der Spanienkämpfer

Tirol

Nach einer 2010 publizierten Untersuchung des Innsbrucker Historiker Friedrich Stepanek gab es 40 namentlich bekannte Interbrigadisten aus Tirol. Diese waren alle in der XI. Interbrigade eingesetzt.

Mindestens fünf der Tiroler Interbrigadisten waren 1932 an der Höttinger Saalschlacht in Innsbruck beteiligt. Einige von ihnen kämpften auch in Gefechten während des Bürgerkrieges 1934 im Tiroler Unterland bei Wörgl, Kirchbichl und Häring und mussten auf Grund der anschließend einsetzenden Verfolgungen durch das austro-faschistische Regime flüchten.

Zu den Tiroler Interbrigadisten gehörten Max Bair, Hubert Mayr und Josef Perterer.

Weitere Mitglieder des Bataillons

  • Alois Brust (gefallen bei Mediana im September 1939)[3]
  • Hans Landauer
  • Walter Thoss (Stabschef Sept. 1937)
  • Vinzent Porombka (Kompaniekommandant Sept. 1937)
  • Walter Thoss

Gedenken

Am Wiener Zentralfriedhof steht ein Mahnmal für die gefallenen österreichischen Spanienkämpfer.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Patrik von zur Mühlen, Spanien war ihre Hoffnung (Linke im Spanischen Bürgerkrieg 1936–1939), Forschungsinstitut der Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn, Verlag Neue Gesellschaft GmbH, 1983, ISBN 3-87831-375-6, Seite 213
  2. Journal Contemporary History [1] Vol 4, Number 2, 1969, Seite 81, abgegerufen am 30. Juni 2012
  3. a b Erzählte Geschichte, Hans Landauer im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) , abgerufen am 30. Juni 2012