Baumkirchen

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Baumkirchen (Begriffsklärung) aufgeführt.
Baumkirchen
Wappen von Baumkirchen
Baumkirchen (Österreich)
Baumkirchen
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Innsbruck Land
Kfz-Kennzeichen: IL
Fläche: 4,03 km²
Koordinaten: 47° 18′ N, 11° 34′ O47.29972222222211.563888888889593Koordinaten: 47° 17′ 59″ N, 11° 33′ 50″ O
Höhe: 593 m ü. A.
Einwohner: 1.151 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 285,61 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6121
Vorwahl: 05224
Gemeindekennziffer: 7 03 05
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstrasse 19
6121 Baumkirchen
Website: www.baumkirchen.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Josef Schindl (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(13 Mitglieder)
2 SPÖ, 3 Für Baumkirchen, 8 Gemeinsame Dorfliste ÖVP
Lage der Gemeinde Baumkirchen im Bezirk Innsbruck Land
Absam Aldrans Ampass Axams Baumkirchen Birgitz Ellbögen Flaurling Fritzens Fulpmes Gnadenwald Götzens Gries am Brenner Gries im Sellrain Grinzens Gschnitz Hall in Tirol Hatting Inzing Kematen Innsbruck Kolsass Kolsassberg Lans Leutasch Matrei am Brenner Mieders Mils Mühlbachl Mutters Natters Navis Neustift im Stubaital Oberhofen im Inntal Obernberg am Brenner Oberperfuss Patsch Pettnau Pfaffenhofen Pfons Polling in Tirol Ranggen Reith bei Seefeld Rinn Rum St. Sigmund im Sellrain Scharnitz Schmirn Schönberg im Stubaital Seefeld Sellrain Sistrans Steinach am Brenner Telfes im Stubai Telfs Thaur Trins Tulfes Unterperfuss Vals Völs Volders Wattenberg Wattens Wildermieming Zirl TirolLage der Gemeinde Baumkirchen im Bezirk Innsbruck Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Blick auf Baumkirchen
Blick auf Baumkirchen
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Blick von Süden auf Baumkirchen
Volksschule (rechts) und Kirche

Baumkirchen ist eine Gemeinde mit 1151 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im Bezirk Innsbruck Land, Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Hall in Tirol.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Baumkirchen liegt im Inntal, nördlich des Inn, auf der Abdachung der Gnadenwaldterrasse. Der Hauptort liegt am Ausgang des Baumkirchner Tals, das vom Fallbach durchflossen wird. Etwa einen Kilometer südwestlich des Hauptorts liegt die Siedlung Unterfeld.

Die Gemeinde ist über die Inntalautobahn und die Unterinntalbahn mit der Haltestelle Volders-Baumkirchen erreichbar.

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden von Baumkirchen sind:

Geschichte

Baumkirchen wird zum ersten Mal sicher im Jahr 1151 als Pumchirche erwähnt. Eine Nennung in einer Schenkungsurkunde aus dem Jahr 1040 als Pawinuchircha soll sich auf ein heute zu München gehörendes Baumkirchen beziehen. Im Jahr 1312 wird Baumkirchen als eigene Gemeinde im Inntaler Steuerbuch geführt. Wie der in Baumkirchen wohnhafte Geographieprofessor auf der Universität Innsbruck Franz Fliri in seinem Buch über Baumkirchen schreibt, deuten das Laurentius-Kirchenpatrozinium, die Flurnamen mit ihren teilweise romanischen Ursprüngen und die Einteilung der Flur daraufhin, dass die Siedlung Baumkirchen älter ist als die erste urkundliche Nennung.

Die Pfarrkirche Baumkirchen wurde nachweisbar erstmals 1310 durch Bischof Johann von Brixen geweiht, das Laurentius-Patrozinium weist laut Fliri aber auf ein höheres Alter hing. 1490 wurde in Baumkirchen von Paul Heuberger das Schloss Wohlgemutsheim erbaut. Das Schloss wechselte öfter den Besitzer und von 1623 bis 1783 gehörte es zum Haller Damenstift. Seit 1959 sind im Schloss Don-Bosco-Schwestern untergebracht. Die Schlosskapelle zur Heiligen Dreifaltigkeit soll um 1517 von Paul von Kripp ursprünglich mit dem Patrozinium der 14 Nothelfer erbaut worden sein. 1650 wurde am Kreuzbühel von dem Haller Bürger Thomas Gapp gemeinsam mit anderen Wohltätern die Annakapelle errichtet. Der Bau erfolgte im Stil der Bauten von Hippolyt Guarinoni und wurde von Johann Karl von Fieger mit Stiftungsvermögen versehen. Besondere Bedeutung erlangte die Kapelle durch die St.-Anna-Bruderschaft, die 1710 gegründet wurde und die zur Zeit ihrer Gründung fast die halbe Einwohnerschaft von Baumkirchen umfasste. Ebenfalls um die Mitte des 17. Jahrhunderts entantand im Bereich einer Heilquelle, die Hippolyt Guarinoni entdeckt haben soll, ein Bad-Haus mit Kurbetrieb, der bis in die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg aufrechterhalten wurde. Nach 1939 wurde das Bad-Haus nur mehr für Wohnungen genutzt und 1984 abgerissen. Die Quellfassungen unterhalb der Annakapelle wurden 1950 durch einen Straßenbau zerstört.[1]

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung


Politik

Die letzten Bürgermeisterwahlen fanden gleichzeitig mit den Gemeinderatswahlen am 14. März 2010 statt. [2]

Josef Schindl wurde zum Bürgermeister und Gottfried Macher zum Vizebürgermeister gewählt.

Partei Prozent Stimmen Sitze im Gemeinderat Koppelung
Gemeinsame Dorfliste ÖVP 55,73 % 389 8
Für Baumkirchen 26,79 % 187 3
SPÖ Baumkirchen und Parteiunabhängige 17,48 % 122 2

Wappen

Blasonierung: In einem geteilten Schild oben auf weißem Grund ein Laubbaum mit grünen Blättern, unten auf rotem Grund eine Kirche.

Das Wappen wurde am 21. April 1949 verliehen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe Liste der denkmalgeschützten Objekte in Baumkirchen

Literatur

  • Franz Fliri: Baumkirchen, Heimatkunde eines Dorfes in Tirol. Fliri Verlag 1999.

Weblinks

Einzelnachweise

  1.  Franz Fliri: Baumkirchen. Heimatkunde eines Dorfes in Tirol. 2. erweiterte Auflage. Eigenverlag, Baumkirchen 1999.
  2. [1] tirol Unser Land